Wladimir Putin gegen den Westen: Experten-Simulation zeigt, wie der Kreml-Chef die Nato schachmatt setzt
Mit nur 15.000 Soldaten könnte Russland die Nato in eine existenzielle Krise stürzen – und das bereits in diesem Jahr. Eine aktuelle Kriegssimulation zeigt, warum Deutschland und die USA im Ernstfall möglicherweise nicht eingreifen würden.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Militär-Experten skizzieren Szenario zu Wladimir Putins Krieg gegen die Nato
- Schon 15.00 Soldaten genügen dem Krem-Chef, um den Westen in die Knie zu zwingen
- Simulation zu russischem Angriffskrieg auf die Nato könnte schon bald Realität werden
Militärexperten sind sich nach den Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit sicher: Mit seinem vor rund vier Jahren begonnenen Angriffskrieg auf die Ukraine ist Wladimir Putins Kriegslust noch lange nicht gestillt. Als nächstes Angriffsziel für Russland kristallisiert sich immer deutlicher die Nato heraus - eine gemeinsame Kriegssimulation der "Welt" und des German Wargaming Center der Bundeswehr-Universität Hamburg liefert dazu alarmierende Erkenntnisse.
Wladimir Putin im Krieg gegen die Nato: Planspiel zu Angriffskrieg liefert erschreckende Erkenntnisse
Dem Planspiel zufolge könnte Russland das westliche Verteidigungsbündnis mit einer vergleichsweise kleinen Streitmacht von nur 15.000 Soldaten in eine existenzielle Krise stürzen. An dem aufwendigen Planspiel beteiligten sich renommierte Experten und Politiker, die verschiedene Rollen übernahmen – von Russland über einzelne EU-Staaten bis hin zur Nato. Schritt für Schritt simulierten sie eine militärische Eskalation. Das Ergebnis sorgt mittlerweile auch international für Aufmerksamkeit: Selbst das "Wall Street Journal" berichtete über die Übung. Besonders brisant: Das durchgespielte Szenario spielt bereits im Jahr 2026 – also in unmittelbarer Zukunft. Der österreichische Militärexperte Franz-Stefan Gady, der im Planspiel den russischen Generalstabschef verkörperte, erläuterte die Schwachstellen des Bündnisses.
Nato bald im Krieg mit Russland? Fingierte Krise in Kaliningrad als Auslöser
Das Szenario geht von einem Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt im Sommer 2026 aus. Russland würde die Feuerpause nutzen, um seine Streitkräfte zu regenerieren, neu auszubilden und umzugruppieren. Da nicht mehr alle Truppen an der ukrainischen Front gebunden wären, würden sich neue Handlungsspielräume eröffnen. Als Vorwand für den Angriff konstruiert der Kreml eine angebliche humanitäre Notlage in der russischen Exklave Kaliningrad. Um einen vermeintlichen Hilfskorridor zu etablieren, rücken russische Einheiten in dem Planspiel in litauisches Staatsgebiet ein. Ihr Ziel: die strategisch bedeutsame Stadt Marijampolė. "Im Szenario war es so, dass es einen Waffenstillstand im Sommer 2026 gibt und Russland dann einige Monate Zeit hatte, seine Truppen aufzufrischen, neu auszubilden, auch zu verschieben", erklärte Gady die Ausgangslage des Planspiels.
Ist die Nato zu schwach, um Putins Angriff standzuhalten? Militär-Experten spielen Szenario durch
Die Reaktion der Nato-Partner fällt im Planspiel erschreckend schwach aus: Die USA stufen den russischen Vorstoß demnach in den ersten 48 Stunden nicht eindeutig als Bündnisfall ein und verweigern zunächst den militärischen Beistand. Damit lastet die gesamte Verantwortung für die Verteidigung des Baltikums auf den europäischen Schultern. Doch auch hier herrscht Lähmung: Deutschland zögert mit einer Entscheidung, während Polen zwar seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, aber ebenfalls nicht eingreift. Weder Berlin noch Warschau entschließen sich in der Simulation, dem angegriffenen Nato- und EU-Mitglied Litauen militärisch beizustehen. Russland hingegen verschärft die Lage zusätzlich durch den Einsatz von Drohnen und Minen, die zentrale Verkehrswege blockieren. Die vor Ort stationierten Nato-Truppen werden dadurch handlungsunfähig gemacht.
Militär-Experte erklärt Putins wahres Ziel im Falle eines Angriffs auf die Nato
Gady zufolge benötigt Wladimir Putin für seine strategischen Ziele im Baltikum nicht einmal Bodentruppen vor Ort. Von Belarus und Kaliningrad aus könne Russland eine sogenannte Feuerkontrolle aufbauen – mit Raketenwerfern, Artillerie und Drohnen würden wichtige Stellungen unter Beschuss genommen und jede Intervention verhindert. Das eigentliche Problem liege jedoch nicht in Russlands militärischer Stärke, sondern in der westlichen Reaktion. Moskau stelle Berlin und Warschau vor ein Dilemma: "Wollt Ihr wirklich eure Truppen riskieren, hohe Verluste riskieren, um das Baltikum zu schützen?" Und weiter: "Das Kriegsziel Russlands im Baltikum ist die Diskreditierung der Nato als Bündnis", betonte der Experte. Es gehe darum zu demonstrieren, dass weder die Nato noch die EU wirksam reagieren könnten, wenn Russland das Baltikum vom Rest Europas abschneide.
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loc/news.de/stg
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