Notfallpraxis Wolfach Schließung: Vorschlag erringt Mehrheit im Landtag Baden-Württemberg

Am 11.12.2025 wurde im Landtag von Baden-Württemberg namentlich über das Thema "Schließung der Notfallpraxis Wolfach (Petition)" abgestimmt. Worum geht es beim Antrag? Und wie haben die Fraktionen abgestimmt?

Von news.de-Redakteur - Uhr

Eine namentliche Abstimmung hat stattgefunden (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine namentliche Abstimmung hat stattgefunden (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Frederik Von Erichsen
  • Dem Antrag wurde im Landtag von Baden-Württemberg zugestimmt
  • Grüne und CDU stimmten dafür, AfD und FDP/DVP dagegen
  • Es gab eine Mehrheit von 87 gegen 30 Stimmen

Landtag von Baden-Württemberg: Mehrheit stimmt für Antrag

Namentlich abgestimmt wurde im Parlament über eine Petition zur Schließung der Notfallpraxis Wolfach. Die Petentin wandte sich gegen die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württembergs (KVBW), die Bereitschaftspraxis in Wolfach im Rahmen einer landesweiten Neustrukturierung zu schließen. Zudem kritisierte sie, dass die KVBW mit der Schließung möglichen bundesgesetzlichen Reformen der Notfallversorgung vorgreife, und befürchtete negative Auswirkungen auf das Krankenhaus Wolfach. Die KVBW verwies darauf, dass die Praxis am 30. Oktober 2025 geschlossen wurde und die Versorgung künftig über die Bereitschaftspraxis in Lahr sowie durch zusätzliche Kapazitäten in umliegenden Standorten sichergestellt werde (Quelle: abgeordnetenwatch.de). Am 11.12.2025 stimmten dazu die Abgeordneten im Landtag ab.

Die Petition ist mit einer Mehrheit angenommen worden. Von den 154 Abgeordneten stimmten 87 dafür und 30 dagegen. 17 Landtagsabgeordnete haben sich enthalten, während 20 bei der Abstimmung nicht anwesend waren.

  • Grüne: 49 Dafür-Stimmen, 8 nicht abgegebene Stimmen
  • CDU: 38 Dafür-Stimmen, 5 nicht abgegebene Stimmen
  • SPD: 17 Enthaltungen, eine nicht abgegebene Stimme
  • FDP/DVP: 16 Gegenstimmen, 2 nicht abgegebene Stimmen
  • AfD: 14 Gegenstimmen, 3 nicht abgegebene Stimmen
  • fraktionslos: eine nicht abgegebene Stimme

Was interessant bei der Abstimmung ist: die FDP/DVP und die AfD, welche in der Opposition im Landtag sind, stimmten beide gegen den Antrag.

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