Donald Trump: Video-Post sorgt für Eklat – US-Präsident schiebt Schuld auf Mitarbeiter

Ein rassistisches KI-Video auf Trumps Plattform Truth Social sorgt für Empörung. Zwar wird der Beitrag nach Kritik gelöscht, doch Donald Trump weist jede Verantwortung von sich. Das Weiße Haus gerät weiter unter Druck.

Erstellt von - Uhr

Donald Trump sieht nach Obama-Clip keine Schuld bei sich. (Foto) Suche
Donald Trump sieht nach Obama-Clip keine Schuld bei sich. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Rassistischer KI-Clip mit Obama-Darstellung auf Truth Social veröffentlicht
  • Trump sieht keinen Fehler bei sich und lehnt Entschuldigung ab
  • Weißes Haus macht Mitarbeiter verantwortlich und relativiert Kritik

Mehr News zu US-Präsident Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Ein auf Donald Trumps Plattform Truth Social veröffentlichter Beitrag sorgt für massive Empörung. In dem Video werden der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle in rassistischer Weise dargestellt. Nach heftiger Kritik verschwindet der Post zwar aus dem Netz, doch Donald Trump sieht keinen Anlass für eine Entschuldigung.

Trump reagiert auf Kritik: "Ich habe keinen Fehler gemacht"

Auf Nachfrage von Journalisten erklärte der amtierende US-Präsident laut "Spiegel", er habe nichts falsch gemacht. Er selbst habe lediglich den Anfang des Videos gesehen. Was später zu sehen gewesen sei, könne er nicht beurteilen. Möglicherweise enthalte der Clip am Ende etwas Anstößiges, das ihm ebenfalls missfalle, gesehen habe er diesen Teil jedoch nicht. Eine Darstellung, die sich im Nachhinein nicht überprüfen lässt.

Weißes Haus schiebt Verantwortung auf Mitarbeiter

Nachdem der Beitrag öffentlich scharf kritisiert worden war, wurde er am Freitag von Trumps Account gelöscht. Ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses erklärte anschließend, ein Mitarbeiter habe den Post irrtümlich veröffentlicht. Die Verantwortung liege nicht beim Präsidenten selbst.

Regierung verteidigt Beitrag zunächst

Zuvor hatte die US-Regierung noch versucht, die Veröffentlichung zu relativieren. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sprach von "gespielter Empörung". Es handle sich lediglich um einen Ausschnitt aus einem Internet-Meme, das Trump als "König des Dschungels" zeige, während politische Gegner mit Figuren aus dem Disney-Film "Der König der Löwen" verglichen würden.

KI-Video mit rassistischem Einschub

Konkret ging es in dem Post um Trumps weiterhin unbelegte Vorwürfe einer manipulierten Präsidentschaftswahl 2020. In einem kurzen Zwischenschnitt tauchten die Gesichter von Barack und Michelle Obama auf Affenkörpern auf, unterlegt mit dem Lied "The Lion Sleeps Tonight". Nach Erkenntnissen des Faktencheck-Teams der Deutschen Presse-Agentur stammt dieser Ausschnitt vermutlich aus einem mithilfe künstlicher Intelligenz erstellten Video, das bereits im Herbst des vergangenen Jahres auf anderen Accounts kursierte.

Mehr News zu US-Prsäident Donald Trump finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.