Wladimir Putin: Russland schürt Weltkriegsangst und droht mit "nuklearem Winter"
Russland warnt Europa vor einem "nuklearen Winter", sollte es zur direkten Konfrontation mit der Nato kommen. Gleichzeitig macht der Kreml klar: Die Angriffe auf die Ukraine werden erst enden, wenn Kiew zu Moskaus Bedingungen kapituliert.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
Suche
- Wladimir Putin stößt neue Drohungen gegen Nato aus und schürt Weltkriegsangst
- "Nuklearer Winter" in Europa bei Nato-Konfrontation mit Russland
- Frieden in der Ukraine weit entfernt - Putin will seinen Willen durchsetzen
Wladimir Putin verschärft seine kriegslüsterne Rhetorik gegenüber dem Westen dramatisch und schürt damit die Angst vor einem in naher Zukunft beginnenden Dritten Weltkrieg. In russischen Medien wird offen vor den Konsequenzen einer direkten Auseinandersetzung zwischen der Nato und Russland gewarnt. "Eine direkte Konfrontation von Nato und Russland würde höchstwahrscheinlich in einem Austausch nuklearer Schläge und einem nuklearen Winter auf dem Kontinent enden", heißt es in einem Bericht, über den der britische "Daily Express" berichtet.
Wladimir Putin droht mit "nuklearem Winter" bei Nato-Konfrontation mit Russland
Die russische Drohung richtet sich insbesondere an Großbritannien und andere westliche Verbündete der Ukraine. Gleichzeitig stellen russische Publikationen die Frage, warum die EU bislang keine eigenen Truppen in die Ukraine entsandt habe – und konstatieren mangelnden Willen dazu.
Wladimir Putin zu Waffenruhe in Ukraine-Krieg bereit - solange seine Bedingungen erfüllt werden
Der Kreml-Chef macht zudem unmissverständlich klar, unter welchen Voraussetzungen er zu Friedensgesprächen bereit ist. Die militärischen Operationen gegen die Ukraine sollen demnach so lange andauern, bis die Ukraine einem Abkommen nach russischen Vorgaben zustimmt. "Wir werden weiterhin Angriffe durchführen, bis die Behörden in Kiew ein Friedensabkommen zu unseren Bedingungen unterzeichnen", erklärt ein Militärexperte in russischen Medien. Das erklärte Ziel Russlands ist dabei die vollständige Lähmung der ukrainischen Wirtschaft und Infrastruktur. Erst wenn diese Strategie Wirkung zeigt, sieht Russland die Grundlage für einen echten Waffenstillstand gegeben.
Kreml-Chef setzt weiter auf Strategie der systematischen Zerstörung
Russische Militäranalysten bestätigen diese Linie in weiteren Publikationen. In der Moskauer Tageszeitung "Moskovskij Komsomolets", die eine Auflage von fast einer Million Exemplaren erreicht, äußert sich ein Analyst in ähnlicher Weise. "Je schneller die Energie- und Industriebasis des Regimes gelähmt wird, desto eher können wir über einen echten Waffenstillstand sprechen – keinen vorgetäuschten. Zu Russlands Bedingungen", so der Experte. Die Angriffe auf kritische Infrastruktur der Ukraine sind damit Teil einer kalkulierten Strategie. Moskau setzt darauf, durch die Zerstörung wirtschaftlicher Grundlagen den Druck auf Kiew zu maximieren.
Weitere Beiträge zum Thema finden Sie hier:
- Nato startet Atomwaffen-Training gegen drohenden Putin-Angriff
- Grenzstadt an Nato-Ostflanke intensiviert Schutz vor drohendem Putin-Angriff
- "Putin schaut auf uns!" Bundeswehr-Generalinspekteur warnt wegen Kreml-Chef
- Diese Geheimnisse kundschaftet der Kreml-Chef in Deutschland aus
- Bundeswehr startet Manöver-Training für Putin-Angriff auf Nato-Staaten
loc/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.