Donald Trump in der Kritik: So rechtfertigt die Weiße-Haus-Sprecherin Trumps rassistische Entgleisung
Nachdem Donald Trump ein rassistisches Video teilte, in dem Michelle und Barack Obama verunglimpft werden, versuchte Karoline Leavitt die Wogen zu glätten. Die Sprecherin des Weißen Hauses hatte prompt eine bizarre Rechtfertigung für das inzwischen gelöschte Video parat.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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Schläge unter die Gürtellinie und verbale Entgleisungen ist man von Donald Trump längst gewohnt - doch das Video, das der US-Präsident in einer seiner nächtlichen "Truth Social"-Orgien veröffentlichte (Trump hatte in weniger als zwei Stunden insgesamt 66 Beiträge auf Truth Social geteilt) und in dem der frühere US-Präsident Barack Obama und Ex-First Lady Michelle Obama als Affen verunglimpft wurden, war selbst für Trumps Verhältnisse ein Tiefschlag sondergleichen. Das Weiße Haus, allen voran Sprecherin Karoline Leavitt, hatte ihre liebe Not, die rassistischen Entgleisungen Donald Trumps zu rechtfertigen - die vorgebrachte Ausrede, die unter anderem "The Daily Beast" in einem Beitrag nachzeichnete, hätte haarsträubender kaum sein können.
Donald Trump teilt rassistisches Video und verunglimpft Barack und Michelle Obama
US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner Plattform "Truth Social" ein Video veröffentlicht, das den ehemaligen Präsidenten Barack Obama und dessen Ehefrau Michelle mit Affenkörpern zeigt. Der etwa einminütige Clip behandelt angebliche Wahlmanipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020. Gegen Ende erscheinen die Gesichter der Obamas auf animierten Affenkörpern, unterlegt mit der Melodie von "The Lion Sleeps Tonight". Der Aufschrei ließ nicht lange auf sich warten.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der als möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidat gehandelt wird, verurteilte das Video deutlich. "Widerliches Verhalten des Präsidenten. Jeder einzelne Republikaner muss das verurteilen. Sofort", erklärte sein Pressebüro auf der Plattform X. Auch das regierungskritische X-Konto "Republicans against Trump" übte scharfe Kritik: "Trump hat gerade ein Video auf Truth Social gepostet, das ein rassistisches Bild von Barack und Michelle Obama als Affen enthält. Tiefer geht es nicht."
BREAKING: Trump just posted a video on Truth Social that includes a racist image of Barack and Michelle Obama as monkeys.
— Republicans against Trump (@RpsAgainstTrump) February 6, 2026
There’s no bottom pic.twitter.com/zPEGa94dYO
Der politische Kommentator Harry Sisson bezeichnete das digital bearbeitete Video als "unglaublich rassistisch". Ein weiterer Nutzer schrieb: "Das ist es, was wir jetzt sind. Das ist es, was das höchste Amt im Land postet."
Weißes Haus in Erklärungsnot nach rassistischem Affenvideo - Karoline Leavitt bringt bizarre Begründung vor
Das Weiße Haus hat den Beitrag inzwischen entfernt. Ein Regierungssprecher erklärte, ein Mitarbeiter habe den Post "irrtümlich" veröffentlicht. Das Material stammt vermutlich aus einem KI-generierten Video, das bereits im Herbst vergangenen Jahres im Internet kursierte. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, verteidigte den umstrittenen Beitrag. Sie erklärte gegenüber "Metro" und anderen Medien, es handle sich um ein Internet-Meme, das Trump als "König des Dschungels" darstelle und Demokraten als Figuren aus dem Film "König der Löwen". "Bitte hören Sie mit der vorgetäuschten Empörung auf und berichten Sie heute über etwas, das die amerikanische Öffentlichkeit wirklich interessiert", fügte Leavitt beschwichtigend hinzu.
Geschmackloses KI-Video kursierte bereits seit Herbst im Netz
Das umstrittene Bildmaterial ist nicht neu. Nach Erkenntnissen des Faktencheck-Teams der dpa stammt der Ausschnitt mit den Obamas aus einem KI-generierten Video, das bereits im Herbst 2025 erstellt wurde. Der X-Nutzer Xerias beansprucht die Urheberschaft für sich und hatte das Material im Oktober auf der Plattform veröffentlicht. Das ursprüngliche Video verspottet mehrere bekannte Gegner Trumps, darunter den ehemaligen Präsidenten Joe Biden, Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris sowie den New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani. Trump selbst wird darin als Löwe dargestellt, der in einer Hängematte liegt. Xerias hatte zuvor auch ein anderes KI-Video erstellt, das Trump während der "No Kings"-Proteste auf seinen Kanälen teilte.
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loc/news.de/dpa/stg
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