Wladimir Solowjow: Putin-Propagandist wütet nach Starlink-Sperre gegen Musk

Wladimir Solowjow wütet nach der Starlink-Sperre gegen Elon Musk. Das Unternehmen des Tech-Milliardärs hatte die Verbindung gekappt. Grund genug für Putins Propagandisten, Musk mit Vergeltung zu drohen.

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Putin-Propagandist Wladimir Solowjow droht Elon Musk nach der Starlink-Sperre. (Foto) Suche
Putin-Propagandist Wladimir Solowjow droht Elon Musk nach der Starlink-Sperre. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
  • Elon Musk kappt Starlink-Verbindung für Putins Armee
  • Russland nutzte das Satelliten-Netzwerk heimlich, ohne Verbindungen gekauft zu haben
  • Wladimir Solowjow droht dem Tech-Milliardär im TV

Elon Musk soll russischen Streitkräften den Zugang zu seinem Satelliten-Netzwerk Starlink entzogen haben. Darüber berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium, nachdem russische Militärblogger darüber berichtet haben. Diese Maßnahme könnte die Kommunikationsfähigkeit der russischen Armee massiv einschränken. Die Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Ultra-Politologen und Propagandisten wüten - allen voran Putins treuer Hetzer Wladimir Solowjow.

Solowjow wütet nach Starlink-Sperre gegen Elon Musk

Solowjow, einer der bekanntesten Propagandisten des Kremls, ging im russischen Staatsfernsehen zum verbalen Gegenangriff über. Der Moderator richtete offene Drohungen gegen Musk und dessen Unternehmen. "Wenn du deinen eigenen Krieg führst, kann ich nichts garantieren. Was passiert zum Beispiel, wenn wir jetzt die Fabriken angreifen, die Starlink produzieren?" Der Propagandist ging noch weiter und sprach von möglichen Schlägen aus der Erdumlaufbahn gegen Satelliten. Dabei nahm er auch Verluste auf russischer Seite in Kauf: "Deshalb werden natürlich auch unsere Satelliten mitreden."

Putin-Propagandist spricht über Vergeltung

Solowjow kündigte zudem an, man könne gegen Musk persönlich sowie gegen alle seine Unternehmensstrukturen vorgehen. Auch das US-Datenanalyse-Unternehmen Palantir nannte er als mögliches Ziel. Aus seiner Sicht führe der SpaceX-Gründer einen eigenen Krieg gegen Russland.Putins Propagandist stellte in seiner Sendung die Frage, in welcher Funktion Musk agiere: "Unter dem Schutz Amerikas? Oder in seiner persönlichen Eigenschaft?" Falls sich die USA für Starlink einsetzten, bedeute dies aus seiner Sicht, dass Amerika auf ukrainischem Territorium Krieg gegen Russland führe. Der Propagandist sieht darin eine Rechtfertigung für Vergeltungsmaßnahmen gegen den Unternehmer und seine Firmen. Ein Ausschnitt seiner Tirade wurde auf Musks Social-Media-Plattform X geteilt.

Russlands Militärblogger nach Starlink-Aus alarmiert

Im Netz meldeten sich zahlreiche russische Militärblogger zu Wort. Die Reaktionen reichen von Hohn gegen Musk bis hin zu Selbstkritik. "Er ist nicht derjenige, der die gesamte Frontarmee an die Technologie eines direkten Feindes angebunden und die russischen Streitkräfte von einer zentralen Schaltstelle in Washington abhängig gemacht hat", schreibt ein Account auf Telegram. Jahrelang sei dieser Zustand als "selbstverständlich hingenommen" worden. Der Verfasser zeigt sich alarmiert: "Selbst wenn jetzt eine temporäre Zwischenlösung gefunden werden kann, ist diese ganze Situation nicht nur ein Weckruf, sondern ein ohrenbetäubender Alarm."

Musk kappt Starlink-Verbindung: Putin-Soldaten ohne Satelliten-Netzwerk im Ukraine-Krieg

Das Satelliten-Netzwerk von SpaceX gilt als unverzichtbare Infrastruktur für die ukrainischen Streitkräfte. Es ermöglicht die Steuerung von Drohnen und stellt wichtige militärische Kommunikationsverbindungen sicher. Der ukrainische Verteidigungsminister schrieb auf der Plattform X, dass die zugelassenen normal funktionieren würden. Zusammen mit SpaceX wollen sie alle genutzten Systeme registrieren."Dies ist der erste Fall weltweit, in dem (solche Maßnahmen) in Echtzeit implementiert werden." Russland nutzt Starlink nicht von Elon Musks Firma. Das Unternehmen verkauft nach eigenen Angaben keine Starlink-Terminals an Russland. Russlands Streitkräfte bekommen diese Systeme mutmaßlich über Zwischenhändler in den Golfstaaten, schreibt "Die Zeit". Nun wurde die Verbindung gekappt. Ob das Auswirkungen auf die Kriegsfähigkeit der russischen Armee hat, wird sich zeigen.

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