Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohnen töten Zugpassagiere - Selenskyj spricht von "Terrorismus"
Erneut hat Russland die Ukraine mit massiven Drohnenangriffen überzogen. In der Region Charkiw wurde dabei ein Passagierzug getroffen, mindestens vier Zivilisten starben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert Konsequenzen.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Russland attackiert Passagierzug in der Ostukraine mit Drohnen
- Laut Wolodymyr Selenskyj wurden dabei mindestens vier Menschen getötet
- Ukrainischer Präsident verlangt nach dem Vorfall mehr Druck auf Moskau
Wladimir Putins Militär setzt seine brutalen Attacken auf die Ukraine fort. Obwohl der Kreml immer wieder behauptet, Zivilisten zu verschonen, gab es erneut zahlreiche Tote und Verletzte durch russische Drohnenangriffe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.
Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Drohnenangriff auf Passagierzug in Charkiw
Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. "Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten."
Today, Russia struck a passenger train in the Kharkiv region with attack drones. In any country, a drone strike on a civilian train would be regarded in the same way – purely as an act of terrorism. There would be no doubt about the classification, neither in Europe, nor in… pic.twitter.com/J7UqQV70QG
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 27, 2026
Wolodymyr Selenskyj wirft Wladimir Putin Terrorismus vor
In jedem Land würde ein solcher Angriff als Terrorismus gewertet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er forderte mehr Druck auf Russland und dass es für seine Taten bestraft werden müsse.
- "Die Russen haben ihre Tötungskapazität und ihre Terrorkapazität erheblich ausgebaut. Sie investieren in die Weiterentwicklung des Terrors. Unsere Aufgabe – und dies sollte alle anständigen Menschen weltweit vereinen – ist es, Fortschritte beim Schutz des Lebens zu gewährleisten, so Selenskyj weiter.
Auch in seiner abendlichen Videobotschaft verlangte er mehr Druck auf die russische Ölindustrie, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.
Passagiere bei Angriff mit Schahed-Drohnen getötet und verletzt
Selenskyj zufolge waren mehr als 200 Passagiere in dem angegriffenen Zug. Zuvor hatte der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, von 291 Passagieren gesprochen, die regionale Staatsanwaltschaft sprach von mehr als 155 Passagieren.
Drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed schlugen Kuleba zufolge vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon ein. Der Zug war demnach auf der Strecke Barwinkowe-Lwiw-Tschop in Richtung Westen unterwegs. Auf X (vormals Twitter) hat der estnische Kriegsblogger "WarTranslated" Bilder der brennenden Waggons veröffentlicht.
Schon in der Vergangenheit hatte es nach russischen Angriffen immer wieder auch Tote und Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen der Ukraine gegeben. Nun schilderten ukrainische Behörden einen direkten Angriff auf einen Passagierzug.
Russians attacked a passenger train in the Kharkiv region with drones. According to preliminary information, the strike was carried out with three Shahed UAVs: they hit in front of the locomotive and a passenger car, where a fire broke out. Three people are known to have been… pic.twitter.com/jClokKNn31
— WarTranslated (@wartranslated) January 27, 2026
Weitere Todesopfer in der gesamten Ukraine
Wie die "Bild" berichtet, gab es in der Nacht zudem drei Tote und rund 30 Verletzte bei russischen Drohnenangriffen auf die Region Odessa. Laut Angaben des Gouverneurs Oleh Kiper seien auch zwei Kinder und eine schwangere Frau verletzt worden. Zudem seien Dutzende Wohnhäuser, eine Kirche, ein Kindergarten, eine Schule und ein Fitnesscenter beschädigt worden. Weitere Tote durch russische Angriffe gab es der "Bild" zufolge in Slowjansk sowie in den Regionen Saporischschja und Cherson. Insgesamt seien am Dienstag mindestens elf Menschen ums Leben gekommen.
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gom/bos/news.de/dpa
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