Donald Trump: Tote, Chaos, Eskalation – jetzt reißt dem US-Präsidenten der Geduldsfaden

Nach tödlichen Schüssen in Minneapolis verschärft Donald Trump den Ton. Der US-Präsident stellt sich hinter Einwanderungsbeamte, greift Demokraten an und fordert ein Ende der Sanctuary Cities.

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Donald Trump: US-Präsident erhöht den Druck auf demokratisch regierte Bundesstaaten. (Foto) Suche
Donald Trump: US-Präsident erhöht den Druck auf demokratisch regierte Bundesstaaten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Trump macht Demokraten für Eskalation verantwortlich
  • Streit um Tod von Krankenpfleger Alex Pretti
  • Präsident fordert hartes Vorgehen gegen Sanctuary Cities

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Nach dem Tod des 37-jährigen Krankenpflegers Alex Pretti durch Schüsse von US-Einwanderungsbeamten in Minneapolis spitzen sich die politischen Spannungen weiter zu. Während die Regierung von Donald Trump den Einsatz als Notwehr darstellt, gibt es aus dem Bundesstaat Minnesota deutlichen Widerspruch. Gouverneur Tim Walz zweifelt die Version der Behörden offen an. Die genauen Umstände des Vorfalls sind weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen.

US-Präsident Donald Trump stellt sich klar hinter die Beamten

US-Präsident Donald Trump bezog früh Position und stellte sich laut "Bild" demonstrativ hinter die Einsatzkräfte. Auf seiner Plattform Truth Social machte er die demokratische Führung Minnesotas für die Eskalation verantwortlich. In mehreren Beiträgen sprach er von einem durch Demokraten verursachten Chaos, das seiner Ansicht nach bereits zwei Todesopfer gefordert habe. Neben Pretti verwies Trump auf den Tod von Renee Good vor zwei Wochen.

Scharfe Kritik von Donald Trump an "Sanctuary Cities"

Trump nutzte die Debatte, um erneut gegen sogenannte Sanctuary Cities vorzugehen. Dabei handelt es sich um Städte, die die Zusammenarbeit lokaler Behörden mit der Einwanderungsbehörde ICE einschränken. Minneapolis gehört ebenso dazu wie Metropolen wie New York, Los Angeles oder Chicago. Der Präsident forderte den Kongress auf, diese Praxis gesetzlich zu beenden, da sie aus seiner Sicht die Ursache der aktuellen Probleme sei.

Forderungen von Donald Trump an Minnesota

Gleichzeitig richtete Trump klare Worte an Gouverneur Walz und den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey. Anstatt Widerstand zu leisten, sollten sie die Migrationspolitik seiner Regierung unterstützen und inhaftierte, kriminelle Migranten unverzüglich an Bundesbehörden überstellen, um Abschiebungen zu ermöglichen. Städte dürften keine Schutzräume für Menschen sein, die gegen US-Gesetze verstoßen hätten, so der Präsident.

Vorwürfe von Donald Trump gegen das Opfer

Kurz nach dem Vorfall hatte Trump Alex Pretti öffentlich als bewaffneten Störer bezeichnet und ihm unterstellt, er habe Schaden anrichten wollen. Diese Einschätzung ist bislang nicht offiziell bestätigt. Viele Details zum Einsatz bleiben unklar, was die Kritik an Trumps schneller Festlegung weiter verstärkt.

Leisere Töne im Interview

In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" zeigte sich der Us-Präsident zuletzt zurückhaltender. Seine Regierung prüfe den Vorfall sorgfältig, sagte Trump. Gleichzeitig deutete er an, dass Einwanderungsbeamte sich künftig aus der Stadt zurückziehen könnten. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht. Eine andere Einheit der Behörde solle wegen eines Finanzbetrugs jedoch weiterhin vor Ort bleiben.

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