Friedrich Merz: Völlig überraschender Kanzler-Knall - das war nicht abzusehen

Bundeskanzler Friedrich Merz kann laut einer Umfrage einen ersten Aufwärtstrend verbuchen. Die große Mehrheit der Deutschen bleibt trotz der leichten Erholung skeptisch gegenüber dem Regierungschef und seinem Kabinett.

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Friedrich Merz konnte in einer Insa-Umfrage wieder zulegen. (Foto) Suche
Friedrich Merz konnte in einer Insa-Umfrage wieder zulegen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Omar Havana
  • Kanzler-Knall für Friedrich Merz: Das war nicht abzusehen
  • Bundesregierung gewinnt an Rückhalt - auf niedrigem Niveau
  • AfD verteidigt Spitzenposition vor Union
  • Unionswähler stehen fest hinter Merz

Eine aktuelle Erhebung bringt erstaunliche Entwicklungen für den Regierungschef: Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz ist im neuesten Sonntagstrend von Insa für "Bild" auf 28 Prozent gestiegen.

Kanzler-Knall für Friedrich Merz: Das war nicht abzusehen

Das bedeutet einen Zuwachs von vier Prozentpunkten im Vergleich zur Messung vor zwei Wochen - ein kleiner Kanzler-Knall. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Unzufriedenen um fünf Punkte auf 62 Prozent. Zehn Prozent der Befragten äußerten sich nicht oder konnten keine Einschätzung abgeben. Hermann Binkert, Chef des Meinungsforschungsinstituts Insa, bewertet die Ergebnisse für "Bild":

  • "Die große Mehrheit ist mit der Arbeit des Bundeskanzlers und der Bundesregierung nach wie vor unzufrieden. Die Zahl der Unzufriedenen ist aber gesunken."

Bundesregierung gewinnt an Rückhalt - auf niedrigem Niveau

Die Bewertung der gesamten Regierung zeigt ebenfalls eine positive Tendenz.

  • Nur ein Viertel der Bürger gibt an, mit der Arbeit des Kabinetts zufrieden zu sein - immerhin ein Anstieg um drei Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Erhebung. Der Anteil der Unzufriedenen fiel parallel dazu um fünf Punkte, liegt aber immer noch bei 66 Prozent.
  • Neun Prozent der Teilnehmer machten zu dieser Frage keine Angabe oder konnten ihre Haltung nicht einordnen.

Die Entwicklung bei der Regierungsbewertung verläuft damit ähnlich wie bei den Werten für den Bundeskanzler persönlich.

AfD verteidigt Spitzenposition vor Union

Im Parteienranking behauptet die AfD ihre Führungsrolle mit 26 Prozent der Stimmen. Die Union liegt knapp dahinter bei 25 Prozent. Die Sozialdemokraten konnten zulegen und erreichen 15 Prozent - ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber der letzten Messung.

Verluste mussten hingegen die Grünen hinnehmen, die um einen Punkt auf elf Prozent zurückfielen. Die Linkspartei kommt auf zehn Prozent, ebenfalls ein Rückgang um einen Punkt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht und die Liberalen verzeichnen jeweils unverändert vier Prozent.

Auf sonstige Parteien entfallen fünf Prozent der Stimmen. Insgesamt würden 13 Prozent der Wählerstimmen an Parteien gehen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden.

Unionswähler stehen fest hinter Merz

Ein besonderes Phänomen zeigt sich bei der Analyse nach Wählerschaften:

  • Lediglich die Anhänger der Union äußern mehrheitlich Zufriedenheit mit dem Kanzler und der Regierung. In dieser Gruppe kletterte die Zustimmung zu Merz besonders stark - von 63 auf 71 Prozent, was einem Sprung von acht Prozentpunkten entspricht.

Bei den möglichen Bündnissen im Parlament könnten 44 Prozent der Stimmen eine parlamentarische Mehrheit bilden.

  • Eine große Koalition aus Union und SPD würde auf 40 Prozent kommen. Ein rot-rot-grünes Bündnis erreichte 36 Prozent der Stimmen.
  • Rechnerisch kämen AfD und Union gemeinsam auf 51 Prozent. Dies bleibt jedoch eine rein theoretische Option ohne praktische Relevanz.

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