Wladimir Putin: Eine Milliarde für Grönland? Kremlchef erteilt Trump eine Lektion
Was würde Donald Trump ein käuflicher Erwerb Grönlands kosten? Kremlchef Wladimir Putin hat dies dem US-Präsidenten nun vorgerechnet. Was will er mit dieser Lektion bezwecken?
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Wladimir Putin rechnet Donald Trump den möglichen Preis beim Kauf von Grönland vor
- Laut dem Kremlchef müsste Donald Trump mit Kosten in Höhe von einer Milliarde US-Dollar rechnen
- Will Putin den US-Präsidenten mit seiner Rede zum Erwerb der Arktisinsel anstacheln?
Welche Zukunft erwartet Grönland? Diese Frage konnte auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos zunächst nicht eindeutig beantwortet werden. Nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte kündigte Donald Trump zwar an, doch keine Zölle gegen Länder erheben zu wollen, die nicht einverstanden mit seinen Übernahmeplänen für die zu Dänemark gehörende Arktisinsel sind. Doch der US-Präsident betonte erneut, dass angeblich nur die Vereinigten Staaten Grönland sicher vor Bedrohungen durch China oder Russland schützen könnten. Für Trump liegt offenbar auch die Option eines Kaufs der rohstoffreichen Insel weiter auf dem Tisch. Ausgerechnet Wladimir Putin rechnete ihm nun vor, wie viel das die USA kosten könnte.
Wladimir Putin wendet sich an Donald Trump: So viel müssten die USA für Grönland zahlen
In einer im Kreml aufgezeichneten Rede, die Anton Geraschtschenko - ehemaliger Berater des ukrainischen Innenministers - am Mittwoch auf X (vormals Twitter) veröffentlicht hat, zog der russische Präsident zunächst einen historischen Vergleich zur aktuellen Situation und sagte:
- "Was in Grönland geschieht, betrifft uns überhaupt nicht. Wir haben jedoch Erfahrung in der Lösung ähnlicher Probleme mit den Vereinigten Staaten. Im 19. Jahrhundert, genauer gesagt 1867, verkaufte Russland Alaska an die Vereinigten Staaten, und die Vereinigten Staaten kauften es uns ab."
Laut Putin haben die USA damals 7,2 Millionen Dollar für eine Fläche von rund 1,72 Millionen Quadratkilometern bezahlt. "Inflationsbereinigt entspräche das heute etwa 158 Millionen Dollar", so der Kremlchef weiter. Da Grönland mit über 2,16 Millionen Quadratkilometern noch ein deutliches Stück größer ist, würde Trump "etwa 200 bis 250 Millionen Dollar" für die Insel blechen müssen.
Kremlchef rechnet mit Kaufpreis von einer Milliarde US-Dollar
Doch Putin sieht noch weitaus höhere Kosten auf die Vereinigten Staaten zukommen. Denn er führte weiter aus:
- "Vergleicht man dies mit dem damaligen Goldpreis, läge die Summe wahrscheinlich eher bei einer Milliarde. Ich denke aber, die Vereinigten Staaten hätten sich diesen Betrag leisten können."
Zum Abschluss seiner Ausführungen wies Putin zudem auf die Amerikanischen Jungferninseln hin, die die USA 1917 von Dänemark käuflich erworben haben und nannte dies einen "Präzedenzfall". Gleichzeitig warf er Dänemark vor, Grönland "stets als Kolonie behandelt" zu haben und dabei "recht hart und grausam vorgegangen" zu sein.
Putin on Greenland:
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) January 21, 2026
"What is happening with Greenland does not concern us at all. However, we do have experience in resolving similar issues with the United States. In the 19th century, in 1867, Russia sold Alaska to the United States, and the United States purchased it from us.… pic.twitter.com/jvDo73S37d
Was will Wladimir Putin mit seiner Rede zu Grönland bezwecken?
Andere Social-Media-Nutzer vermuten, dass Putin mit seiner Rede ganz eigene Interessen verfolgt. In den Kommentaren heißt es dazu unter anderem:
- "Jetzt versucht er also zu manipulieren. Er will die Sache am Laufen halten. Er muss verzweifelt sein. Anscheinend läuft nicht alles nach Plan."
- "Sobald Putin positiv in Richtung USA spricht, müssen alle Alarmglocken angehen. Er spielt den Verständigen aber mit dem Wissen, er wird ihn anstacheln, Grönland haben zu wollen und damit den Spalt noch tiefer in die europäische Verbindung treiben. China grinst.."
- "Putin behauptet, Grönland gehe ihn überhaupt nichts an, und beweist dann das Gegenteil, in der Hoffnung, Feindseligkeiten zwischen Dänen und Grönländern zu schüren."
- "Dass irgendetwas, was er zu sagen hat, von irgendeinem positiven Wert ist, ist fraglich. Dass Russland/Putin mit Trump paktiert, sagt alles über ihre gemeinsame Bösartigkeit aus. Dass Trump ein voll aktivierter russischer Agent ist, steht außer Frage", so eine weitere Meinung.
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