Russland bald am Ende?: Putin-Propagandisten warnen vor dem Kollaps

Russland setzt zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs auch auf seine Ölgeschäfte. Doch nach jüngsten Ereignissen in Venezuela und auf dem Atlantik zu Jahresbeginn könnten wichtige Einnahmequellen wegbrechen. Putin-Propagandisten zeigen sich alarmiert.

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Bekommt Wladimir Putins Wirtschaft immer größere Probleme? Verbündete warnen den Kremlchef. (Foto) Suche
Bekommt Wladimir Putins Wirtschaft immer größere Probleme? Verbündete warnen den Kremlchef. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Russische Propagandisten zeigen sich alarmiert nach Vorfällen zum Jahresbeginn
  • US-Angriff auf Venezuela und Beschlagnahmung eines Öltankers bringen Wladimir Putin in die Bredouille
  • Moderator Sergej Karnauchow verärgert
  • Wladimir Solowjow warnt vor "gewaltigen" wirtschaftlichen Problemen und Gefahr für Erfolg im Ukraine-Krieg durch fehlende Öl-Einnahmen

Gehen Wladimir Putin bald wichtige Einnahmequellen zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs aus? Das neue Jahr begann für den Kreml alarmierend. Mit dem US-Angriff auf Venezuela und der Festnahme des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro hat Moskau einen wichtigen Verbündeten verloren. Vor wenigen Tagen beschlagnahmten zudem amerikanische Streitkräfte einen russischen Öltanker im Atlantik. Putins Propagandisten sind empört und warnen nun sogar vor einem wirtschaftlichen Kollaps.

Blamagen für Wladimir Putin zum Jahresanfang: Kreml-Propagandist Sergej Karnauchow verärgert

Moderator Sergej Karnauchow übte in seiner eigenen Sendung "Karnauchows Labyrinth" im russischen Staatsfernsehen ungewöhnlich scharfe Kritik an der Regierung. Darüber berichtet aktuell "The Daily Beast". Er zeigte sich über die jüngsten Ereignisse in Venezuela und auf dem Atlantik verärgert, da diese die eigenen Schwächen offenbarten. Schließlich hatte Karnauchow zuvor noch damit geprahlt, wie effektiv Russland Maduro schützen könne.

Wladimir Solowjow warnt vor dem wirtschaftlichen Kollaps in Russland

Zudem verwies der Top-Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow laut "Daily Beast" in seiner Sendung auf innenpolitische Probleme und beklagte eine strauchelnde Wirtschaft. Russland müsse sich seiner Meinung nach darauf einstellen, den Krieg gegen die Ukraine noch lange fortzuführen. Dabei solle man nicht hauptsächlich auf Öl-Einnahmen setzen. Zuvor hatte Solowjow bereits davor gewarnt, dass Moskau dasselbe Schicksal ereilen könnte wie Venezuela oder dem Iran. Die Wirtschaft beider Länder sei durch US-Sanktionen geschwächt worden. Dies dürfe sich in Russland nicht wiederholen: "Es dreht sich alles um die Wirtschaft. Sie sichert den Sieg im Krieg. Sie garantiert ihn nicht, aber ohne sie kann man nicht gewinnen."

Solowjow warnte davor, in einer Phase der "Stagnation" zu verharren. Dies könne zu "gewaltigen Problemen" führen: "Warum lassen wir das totale Chaos in unserer Wirtschaft zu? Warum weigern wir uns, uns auf die Lösung unserer Hauptprobleme zu konzentrieren?", so der Fernsehmoderator weiter. Russland müsse bald "eine andere Art von Wirtschaft" aufbauen.

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/bua/news.de

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