Wladimir Putin: Geheime Kreml-Operation aufgedeckt - "Wegwerf-Agenten" sollen Nato destabilisieren
Um die Nato zu destabilisieren, führt Wladimir Putin im Verborgenen geheime Sabotage-Akte durch. Laut einer britischen Denkfabrik nutzt der Kreml dafür "Wegwerf-Agenten" - ahnungslose Personen, die im Netz angeworben werden, um gegen Bezahlung Ziele in ganz Europa ins Visier zu nehmen.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Wladimir Putin will Nato durch gezielte Sabotage-Akte destabilisieren
- Kreml wirbt über Telegram und Gaming-Plattformen "Wegwerf-Agenten" an
- Sabotage-"Preisliste" zeigt: So viel zahlt Putin den "Wegwerf-Agenten"
Die Nato ist Wladimir Putin seit Jahren ein Dorn im Auge. Während er auf dem Schlachtfeld gegen die Ukraine kämpft, versucht er parallel dazu, das Staatenbündnis, das Kiew unermüdlich unterstützt, zu destabilisieren und die öffentliche Meinung gegen die Ukraine zu lenken.
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Geheimoperationen zur Destabilisierung der Nato - Putins Geschäft mit den "Wegwerf-Agenten"
Wie die britische Denkfabrik RUSI (Royal United Services Institute) in einer aktuellen Analyse zeigt, führt der Kreml zu diesem Zweck gezielte Sabotage-Akte in ganz Europa durch. Doch zum Einsatz kommen bei diesen Operationen keine Agenten des russischen Geheimdienstes, sondern sogenannte "Wegwerf"-Agenten. Ahnungslose Personen, die Russland über Telegram und Gaming-Plattformen rekrutiert und dafür bezahlt, europaweit kleinere aber auch größere Sabotage-Akte durchzuführen. Viele der Rekrutierten stammen sogar aus der Ukraine.
Zahl der russischen Sabotage-Akte seit Einmarsch in die Ukraine gestiegen
Obwohl diese Agenten nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges im Einsatz sind, zeigt der RUSI-Bericht, dass sich die Operationen seit dem Einmarsch Russlands in sein Nachbarland deutlich erhöht haben. Die Zahl der mit Russland in Verbindung stehenden Brandstiftungen und schweren Sabotage-Akte in ganz Europa soll laut "Sky News" im Jahr 2024 auf 34 gestiegen sein. 2023 waren es lediglich 12 und 2022 lediglich zwei.
Sabotage-"Preisliste" zeigt: So viel zahlt Putin den "Wegwerf-Agenten"
Wie viel (oder wie wenig) Wladimir Putin diesen "Wegwerf-Agenten" zahlt, ist dem RUSI-Bericht ebenfalls zu entnehmen. Für Slogans, die an Wände gesprüht werden, sollen die Kreml-Rekruten umgerechnet etwa 11 Euro erhalten. Die Installation einer Überwachungskamera soll bis zu 350 Euro einbringen. Schwere Straftaten wie einen Mord lässt sich der Kreml etwa 8.000 Euro kosten. Dr. Kinga Redlowska, eine der Autorinnen des RUSI-Berichtes, erklärte gegenüber "The Sun", dass "Sabotage überraschend günstig" sei.
"Die Methoden zur Rekrutierung und Beauftragung von Saboteuren haben sich von der Abhängigkeit von ausgebildeten Geheimdienstmitarbeitern während des Kalten Krieges zu einem Modell gewandelt, das durch ferngesteuerte, freiberufliche und in hohem Maße abstreitbare Aufträge gekennzeichnet ist", so das Fazit des RUSI-Berichtes.
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fka/bua/news.de
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