Wladimir Putin: Kremlchef eskaliert - Hyperschallrakete schlägt kurz vor Nato-Grenze ein

Nur 80 Kilometer vor der polnischen Nato-Grenze schlagen sechs Gefechtsköpfe ein - Wladimir Putin feuert zum zweiten Mal seine gefürchtete Oreschnik-Rakete auf die Ukraine ab und trifft kritische Infrastruktur nahe Lwiw.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit fast vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit fast vier Jahren Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Government via AP | Dmitry Astakhov
  • Wladimir Putin feuert mächtige Oreschnik-Rakete ab
  • Einschlag nahe Nato-Grenze - das ist Putins Monster-Rakete
  • Russland stationiert Oreschnik auch in Belarus

Russland hat in der Nacht zum Freitag erneut seine gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff auf die Westukraine. Es handelt sich um den zweiten Einsatz dieser Waffe seit Kriegsbeginn.

Wladimir Putin feuert mächtige Oreschnik-Rakete ab - Einschlag nahe Nato-Grenze

Die Einschläge ereigneten sich in der Region Lwiw - lediglich 80 Kilometer von der polnischen Nato-Grenze entfernt. Gouverneur Maksym Kosyzkyj teilte auf Telegram mit, dass ein Objekt der kritischen Infrastruktur getroffen wurde. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor landesweit vor ballistischen Raketen gewarnt und hob den Alarm nach dem Einschlag wieder auf. Die Oreschnik gilt als eine der mächtigsten Waffen, die Moskau in diesem Konflikt bisher zum Einsatz gebracht hat.

Ukrainische Militärblogs dokumentierten sechs aufeinanderfolgende Detonationen in der Nähe von Lwiw. Dieses Muster entspricht exakt der Konfiguration der Oreschnik-Rakete, die mit sechs Gefechtsköpfen ausgestattet ist. Anwohner schilderten die gewaltigen Erschütterungen als eine Serie von Erdbeben. Bereits vor dem Angriff hatten Beobachter auf Telegram-Kanälen von Startvorbereitungen auf dem russischen Testgelände Kapustin Jar bei Astrachan berichtet.

Das ist Putins Monster-Rakete

Bei der Oreschnik handelt es sich mutmaßlich um eine Hyperschallrakete. Das mobile System zählt zu den modernsten Entwicklungen der russischen Rüstungsindustrie und ist grundsätzlich in der Lage, nukleare Sprengköpfe zu transportieren.Westliche Militärexperten stufen die Oreschnik als modifizierte Version der russischen Interkontinentalrakete RS-26 Rubesch ein. Ihre geschätzte Reichweite liegt zwischen 2.000 und 5.000 Kilometern. Den ersten Einsatz dieser Waffe verzeichnete die Ukraine im November 2024, als Russland die südukrainische Großstadt Dnipro beschoss.

Bei diesem Erstschlag enthielten die sechs Gefechtsköpfe nach ukrainischen Erkenntnissen keinen Sprengstoff. Kremlchef Wladimir Putin bezeichnete den damaligen Angriff als Test und kündigte weitere Einsätze an. Auch der aktuelle Abschuss erfolgte vom Testgelände Kapustin Jar bei Astrachan in Südrussland.

Russland stationiert Oreschnik auch in Belarus

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko erklärte, dass Russland die Oreschnik inzwischen auch auf belarussischem Territorium positioniert habe. Damit erweitert Moskau die Reichweite seiner mächtigsten konventionellen Waffe deutlich nach Westen.

Massiver Putin-Schlag gegen die Ukraine

Beim X-Kanal "War Translated wird über das massive Ausmaß des Putin-Schlags berichtet.

  • "Russland hat über Nacht einen massiven kombinierten Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine gestartet, darunter auch auf Oreshnik. Die Ukraine hat 244 von 278 Zielen abgeschossen, darunter 226 Drohnen, 8 Iskander-Raketen und 10 Kalibr-Raketen. 18 Raketen und 16 Drohnen trafen 19 Orte, hauptsächlich im Gebiet Kiew, wie die Luftwaffe mitteilte", heißt es dort. Eine Grafik verdeutlicht die Wucht des Angriffs.

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/news.de/dpa

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