Wolodymyr Selenskyj: USA sollen Kadyrow wie Maduro ins Visier nehmen

Mit einer provokanten Spitze vergleicht Wolodymyr Selenskyj Maduro mit Kadyrow und entfacht eine neue Debatte über den Umgang mit Putins Verbündeten.

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Wolodymyr Selenskyj: USA sollen Putin mit Kadyrow treffen. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj: USA sollen Putin mit Kadyrow treffen. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Petros Karadjias
  • Selenskyj fordert mehr Druck der USA auf Russland
  • Ironischer Vergleich zwischen Maduro und Kadyrow
  • Hoffnung auf Fortschritte bei Friedensverhandlungen

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Wolodymyr Selenskyj hat mit einer provokanten Bemerkung Aufmerksamkeit erregt. Bei einem Pressetermin spielte der ukrainische Präsident auf die Festnahme von Nicolás Maduro an und brachte dabei den tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow ins Spiel. Seine Botschaft: Wenn Washington entschlossen handelt, könnte es auch gegenüber anderen Verbündeten Moskaus Druck ausüben.

Wolodymyr Selenskyj fordert härtere Linie der USA

Selenskyj betonte laut "kyivindependent.com", dass die Vereinigten Staaten über ausreichende Mittel verfügten, um Russland wirksam unter Druck zu setzen. Wenn es echten politischen Willen gebe, ließen sich Wege finden, um Bewegung in Richtung eines Friedensabkommens zu erzwingen. Die jüngste Aktion gegen Maduro sei dafür ein sichtbares Beispiel. Mit ironischem Unterton zog Selenskyj einen Vergleich, der für Schlagzeilen sorgte. Die schnelle US-Operation gegen den venezolanischen Präsidenten habe weltweit Wirkung gezeigt. Ähnliches Vorgehen gegen Kadyrow, den Selenskyj offen als Mörder bezeichnete, könne aus seiner Sicht auch im Kreml Eindruck hinterlassen und Wladimir Putin zum Umdenken bewegen.

Kadyrow: Putins loyaler Statthalter

Kadyrow regiert Tschetschenien seit 2007 und gilt als einer der engsten Verbündeten Putins. Er bezeichnet sich selbst als dessen "Fußsoldat". Internationale Menschenrechtsorganisationen werfen seiner Führung seit Jahren schwere Verbrechen vor, darunter Entführungen, Folter und außergerichtliche Tötungen. Die Vereinigte Staaten und andere westliche Staaten haben deshalb Sanktionen gegen ihn und sein Umfeld verhängt.

Diplomatie unter Hochspannung

Die Aussagen Selenskyjs fallen in eine Phase angespannter internationaler Gespräche. Trotz wachsender Konflikte zwischen Washington und Moskau laufen von den USA geführte Friedensinitiativen weiter. Gleichzeitig verschärfen Ereignisse wie die Venezuela-Operation und Russlands anhaltende Offensive in der Ukraine das politische Klima. Doch trotz aller Spannungen zeigt sich Selenskyj vorsichtig optimistisch. Gemeinsam mit europäischen Partnern und den USA habe man seiner Meinung nach einen neuen Stand in den Verhandlungen erreicht. Aus seiner Sicht bestehe also die Chance, dass Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine in der ersten Hälfte des Jahres 2026 beendet werden könnte.

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