Friedrich Merz: Kanzler ohne Trump völlig machtlos - Sicherheitsrisiko steigt massiv

Mit Donald Trump als US-Präsidenten hat Deutschland einen wichtigen Verbündeten verloren. Neue Daten belegen - ohne die maßgebliche Hilfe der USA wäre die Sicherheit des Landes stark gefährdet. Merz bisher größte Herausforderung.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (v.li.) und Donald Trump (rechts). (Foto) Suche
Bundeskanzler Friedrich Merz (v.li.) und Donald Trump (rechts). Bild: dpa/Michael Kappeler
  • Donald Trump distanziert sich - keine Sicherheitsgarantien mehr
  • Terrorabwehr ohne Hinweise aus den USA kaum effektiv
  • Darum sind dem BND hier die Hände gebunden
  • Merz vor großer Herausforderung: Sicherheit für Deutschland gewährleisten

Donald Trump hat die Karten während seiner zweiten Amtszeit noch einmal neu gemischt. Nicht nur durch seine radikale Zollpolitik und seine gewagten außenpolitischen Manövern. Das Verhältnis der USA, Europa und Deutschland wurde in den letzten Monaten neu definiert - und könnte zur bisher größten Gefahr für Bundeskanzler Friedrich Merz werden.

Denn: In puncto Sicherheit hat Deutschland bisher immer auf die USA zählen können. Laut der "Bild"-Zeitung habe man vor allen beim Thema Terror-Abwehr kaum Möglichkeiten, ohne die Vereinigten Staaten klar zu kommen. Das Fazit: Ohne die USA ist Deutschland nicht verteidigungsfähig gegen Terroristen.

Laut des Boulevard-Blatts, welches Einblicke in Interna des Bundesnachrichtendienstes (BND) habe, stammen die meisten Warnmeldungen und Gefahrenhinweise aus dem Ausland - genauer gesagt von der CIA.

Terror-Abwehr in Deutschland: Bundesnachrichtendienst auf Hilfe angewiesen

Demnach stammen nur zwei Prozent der Warnmeldungen zur Terrorabwehr vom BND selbst. Alle anderen Hinweise stammen laut "Bild"-Informationen aus dem Ausland. Dabei sähe die Verteilung wie folgt aus:

  • "Five Eyes" (USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Australien):
    Von diesen Partnerdiensten bekommt der BND den Großteil seiner Warnungen. Rund 80 Prozent aller Hinweise stammen von ihnen – neun von zehn davon aus den USA.
  • Naher und Mittlerer Osten (z. B. Saudi-Arabien, Israel, Golfstaaten):
    Aus dieser Region kommen etwa 14 Prozent der Hinweise zur Terrorabwehr.
  • Europa und weitere Staaten (z. B. Frankreich, Italien, Balkan-Staaten, Ukraine):
    Diese Länder liefern zusammen rund 4 Prozent der Warnungen.

Quelle: Bild-Zeitung.

Größte Herausforderung für Friedrich Merz: Deutschland dank Trump nicht mehr sicher?

Die Zahlen belegen: Ohne die Hilfe der USA steigt die Terrorgefahr in Deutschland. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich im Wahlkampf der Sicherheit Deutschlands verpflichtet. Genau dieses Thema in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes gestellt. Und genau hier liegt nun sein größtes Problem. Denn: Der einstige Verbündete USA verfolgt mit Donald Trump eigene Interessen - wie das aktuelle Geschehen in Venezuela nur allzu deutlich macht. Es gibt keine Sicherheitsgarantien mehr. Und der Bundesnachrichtendienst hat in vielen Fällen kaum Möglichkeiten.

Denn: Der BND ist an Richtlinien gebunden, welche die CIA oder Mossad nicht haben. So berichtet die "Bild" unter anderem, dass der BND keine KI-gestützten Übersetzungsprogramme für seine Aufzeichnungen nutzen darf. Der Grund: Sie stammen alle aus dem Ausland und es drohe eine Abhörgefahr. Aufzeichnungen müssen häufig aus Datenschutzgründen gelöscht werden.

Ändern könnte dies unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz. Und beim Thema Sicherheit wird er wohl oder übel einen Weg finden müssen, ohne die Hilfe der Trump-Regierung klarzukommen.

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/sfx/news.de

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