Wladimir Putin: Geheimplan mit Trump - Kremlchef wollte Venezuela für die Ukraine tauschen

Russland wollte Venezuela gegen die Ukraine tauschen - diesen brisanten Deal schlug der Kreml laut einer ehemaligen Trump-Beraterin bereits 2019 vor. Nach der spektakulären Maduro-Festnahme durch US-Agenten gewinnen ihre damaligen Aussagen plötzlich neue Brisanz.

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Wladimir Putin wollte angeblich Venezuela gegen die Ukraine "eintauschen". (Foto) Suche
Wladimir Putin wollte angeblich Venezuela gegen die Ukraine "eintauschen". Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Trump-Beraterin: Putin wollte Venezuela gegen die Ukraine tauschen
  • Wladimir Putin wollte angeblich freie Hand in Europa
  • Trump-Beraterin enthüllt: "Damals war niemand interessiert"

Bereits 2019 signalisierte der Kreml offenbar seine Bereitschaft zu einem brisanten Geschäft: Russland würde seine Unterstützung für Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro aufgeben - im Gegenzug für freie Hand in der Ukraine. Das enthüllte Fiona Hill, damalige Beraterin von Präsident Donald Trump, laut "Express.co.uk" bei einer Kongressanhörung im selben Jahr.

Trump-Beraterin: Putin wollte Venezuela gegen die Ukraine tauschen

Die ehemalige Trump-Mitarbeiterin sprach von einem "sehr seltsamen Tauscharrangement mit Venezuela und der Ukraine", das russische Vertreter wiederholt ins Spiel gebracht hätten. Hills Aussagen gewinnen nun neue Aufmerksamkeit: Nach der jüngsten US-Geheimoperation zur Festnahme Maduros verbreiten sich ihre damaligen Äußerungen erneut in den sozialen Medien.

Wladimir Putin wollte angeblich freie Hand in Europa

Russland kommunizierte den vorgeschlagenen Deal auf verschiedenen Wegen. Laut Hill verbreitete der Kreml die Idee über Artikel in russischen Medien, die auf die Monroe-Doktrin Bezug nahmen - jenes Prinzip aus dem 19. Jahrhundert, wonach die USA europäische Einmischung in der westlichen Hemisphäre ablehnten und sich im Gegenzug aus europäischen Angelegenheiten heraushielten.

Ein formelles Angebot unterbreitete Moskau zwar nie. Doch der damalige russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, deutete Hill gegenüber mehrfach an, dass Russland den USA freie Hand in Venezuela lassen würde - wenn Amerika dasselbe für Russland in Europa täte.

Trump-Beraterin enthüllt: "Damals war niemand interessiert"

Gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press ordnete Hill diese Woche die damaligen Vorgänge ein. "Vorher gab es ein 'Hinweis, Hinweis, Stupser, Stupser, Zwinkern, Zwinkern, wie wäre es mit einem Deal?' Aber niemand (in den USA) war damals interessiert", erklärte die ehemalige Trump-Beraterin.

Bemerkenswert: Donald Trump berief sich bei der US-Intervention in Venezuela auf eben jene Monroe-Doktrin, die Russland in seinen Medienartikeln als historische Grundlage für den vorgeschlagenen Tauschhandel herangezogen hatte. Das Prinzip diente dem Präsidenten als Rechtfertigung für das amerikanische Vorgehen gegen Maduro.

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