Donald Trump: Empörung nach Angriff auf Venezuela - droht ihm nun die Amtsenthebung?

Politische Gegner reagieren empört auf die US-Intervention in Venezuela. Sie fordern, dass Präsident Donald Trump seines Amtes vorzeitig enthoben wird. Die Vorwürfe gegen den 79-jährigen Republikaner wiegen schwer.

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Muss Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela mit einem weiteren Amtsenthebungsverfahren rechnen? (Foto) Suche
Muss Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela mit einem weiteren Amtsenthebungsverfahren rechnen? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Amtsenthebung von Donald Trump in den USA gefordert
  • Politische Gegner des US-Präsidenten verurteilen Angriff auf Venezuela
  • Vorwurf des Kriegsverbrechens: Kommt es zur Anklage gegen Trump?

Es war ein Paukenschlag zum Jahresbeginn: Die USA griffen in der Nacht von Freitag auf Samstag Venezuela an und nahmen den bisherigen Präsidenten des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, sowie dessen Frau Cilia Flores fest. Begründet wurde die Intervention von US-Präsident Donald Trump mit dem Kampf gegen internationalen Drogenterrorismus und Waffenhandel. Doch sowohl international als auch national gibt es Kritik an dem Vorgehen. Einige Experten erkennen klare Verstöße gegen das Völkerrecht. Auch innerhalb seines eigenen Landes wächst der Druck auf Trump. Politische Gegner fordern nun erneut seine Amtsenthebung.

Donald Trump: Demokratin fordert Amtsenthebung des US-Präsidenten nach Angriff auf Venezuela

Wie aktuell "Raw Story" berichtet, wurde Trumps Eingreifen in Venezuela mehrheitlich von seinen republikanischen Parteikollegen begrüßt. Doch insbesondere das linksgerichtete politische Lager reagiert empört. So auch die progressive demokratische Kongresskandidatin Kat Abughazaleh (26). Sie forderte auf der Social-Media-Plattform Bluesky:

  • "Die Demokraten müssen endlich Rückgrat zeigen und sich gemeinsam mit allen Republikanern, die ein Gewissen haben, gegen Trump stellen."
  • "Das bedeutet nicht, dass man ihm nur scharf formulierte Briefe schickt. Dieser Mann muss angeklagt, verurteilt und seines Amtes enthoben werden."

Donald Trump ein "Faschist"? Historiker bezeichnet US-Präsident als "Kriegsverbrecher"

Deutliche Worte fand laut "Raw Story" auch der Philosoph und Historiker Emile Torres in seinem Newsletter "Realtime Technopocalypse". Für ihn steht nach der Verhaftung Maduros fest, dass man Trump als "Faschisten" bezeichnen könne. Er warf dem US-Präsidenten "imperialistische Ambitionen" vor. Diese habe er ebenso wie "jeder andere Kriegsverbrecher, der jemals im Oval Office gesessen hat". Trumps Absichten erschienen nur noch "offensichtlicher und ungeheuerlicher" als die seiner Vorgänger. Torres forderte ebenfalls, dass der 79-Jährige erneut angeklagt wird. Für ein Amtsenthebungsverfahren sprach sich zudem laut "Raw Story" dieAnwältin Cathy Gellis auf Bluesky aus.

Hintergrund: Trump musste sich bereits während beziehungsweise kurz nach seiner ersten Amtszeit als US-Präsident zwischen 2017 und 2021 zwei Amtsenthebungsverfahren stellen. Im ersten Verfahren ging es um möglichen Machtmissbrauch und Behinderung des Kongresses, im zweiten Verfahren wurde ihm die Anstiftung seiner Anhänger zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 vorgeworfen. Beide Male wurde Trump freigesprochen.

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