Donald Trump: Unerwarteter Abbruch – bewaffnete Beamte stören Pressekonferenz
Bewaffnete Grenzschutzbeamte stören Newsoms Pressekonferenz in Los Angeles. Der Gouverneur wirft Donald Trump gezielte Einschüchterung vor – Republikaner und Demokraten liefern sich einen hitzigen Schlagabtausch.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Bewaffnete Beamte vor Newsoms Auftritt in Los Angeles
- Gouverneur wirft Trump politische Einschüchterung vor
- Sonderwahl zu neuen Wahlbezirken am 4. November
Eine geplante Ansprache des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom geriet am Donnerstag in Los Angeles in den Schatten eines beunruhigenden Zwischenfalls. Vor dem Veranstaltungsort, dem Japanese American National Museum, erschienen schwer bewaffnete Grenzschutzbeamte, einige davon maskiert. Augenzeugen berichteten "Express" zufolge, dass mindestens eine Person festgenommen wurde.
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BORDER PATROL HAS SHOWED UP AT OUR BIG BEAUTIFUL PRESS CONFERENCE! WE WILL NOT BE INTIMIDATED! pic.twitter.com/Bu4gmbeY40
Warum ist der Zeitpunkt so wichtig?
Nur kurz zuvor hatte Newsom angekündigt, die Neuziehung der Wahlbezirke in Kalifornien voranzutreiben. Ziel: den Demokraten bei den kommenden Wahlen fünf zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus zu sichern. Dass die bewaffnete Präsenz ausgerechnet während dieser Pressekonferenz erfolgte, wertet der Gouverneur als gezielte Einschüchterung, orchestriert von US-Präsident Donald Trump.
Welche Botschaft steckt dahinter?
Newsoms Team veröffentlichte auf X ein Video, das die Szene dokumentiert, und bezeichnete die Aktion als Vorgehen von "Trumps Privatarmee". "Wir lassen uns nicht einschüchtern", hieß es trotzig. Der Gouverneur selbst warf Trump und dessen Unterstützern vor, gezielt ICE-Agenten vor Ort positioniert zu haben, um politischen Druck auszuüben.
Was sagen die Behörden?
Greg Bovino, Leiter des Grenzschutzsektors El Centro, verteidigte den Einsatz. Ziel sei es gewesen, "Los Angeles sicherer zu machen", da Politiker diese Aufgabe nicht ausreichend erfüllten. Auch US-Heimatschutzministerin Kristi Noem stellte sich hinter die Beamten und betonte, die Aktion sei auf Grundlage laufender Ermittlungen erfolgt, um "gefährliche Kriminelle von den Straßen zu holen".
Welche politischen Folgen könnte der Vorfall haben?
Der Schlagabtausch zwischen Demokraten und Republikanern dürfte sich weiter verschärfen. Newsom hat für den 4. November eine Sonderwahl angekündigt, bei der die Wähler über die neuen Wahlbezirke abstimmen sollen. Der Schritt gilt als direkte Antwort auf republikanische Bemühungen in Texas, wo Trump und seine Partei versuchen, fünf zusätzliche Sitze zu sichern. Dort hatten Demokraten bislang durch taktisches Fernbleiben eine Abstimmung verhindert.
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mlk/ife/news.de
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