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Keine Information an die Versicherten: Kosten-Schock! Krankenkassen erhöhen HEIMLICH die Beiträge

Still und heimlich können die Krankenkassen zum Jahreswechsel ihre Beiträge erhöhen. Denn: Die Ampel-Regierung hat eine Erhöhung der Zusatzbeiträge erlaubt, ohne dass die Versicherten per Brief informiert werden müssen. Stattdessen reiche es, die Kassenpatienten auf eine "andere geeignete Weise" zu informieren.

Die Krankenkassen können zum Jahreswechsel ihre Zusatzbeiträge heimlich erhöhen. (Foto) Suche
Die Krankenkassen können zum Jahreswechsel ihre Zusatzbeiträge heimlich erhöhen. Bild: AdobeStock/ Lothar Drechsel

Beitragsschock für Versicherte: Wie die "Bild"-Zeitung aktuell berichtet, könnte sich bei etlichen Kassenpatienten zum Jahreswechsel der Zusatzbeitrag erhöhen, ohne dass sie es merken. Schuld daran ist dem Boulevardblatt zufolge die Ampel-Regierung rund um Olaf Scholz, Karl Lauterbach und Co.

Kosten-Schock! Krankenkassen erhöhen HEIMLICH die Beiträge

Diese habe es den Krankenkassen erlaubt, die Zusatzbeiträge zu erhöhen, ohne dass die Versicherten per Brief (wie sonst üblich) informiert werden müssen. Stattdessen sei es ausreichend, diese auf "andere geeignete Weise" über die Erhöhung und das damit verbundene Kündigungsrecht zu informieren, zum Beispiel auf ihrer Internetseite. Diese Ausnahme gelte für das erste Halbjahr 2023.

Krankenkassen erhöhen Beiträge heimlich - Versicherte könnten Kündigungsfrist verpassen

Für viele Versicherte besteht nun das Risiko, dass sie die Kündigungsfrist und damit die Chance, zu einer günstigeren Krankenkasse zu wechseln, verpassen. Tritt dieser Fall ein, gelten die üblichen Kündigungsfristen (meist zwei Monate). "Ab der zweiten Dezember-Woche lohnt es sich für gesetzlich Versicherte, einfach mal auf die Website ihrer Krankenkasse zu gucken", rät Sabine Wolter von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Wie stark steigen die Zusatzbeiträge der Krankenkassen ab 2023?

Laut Bundesgesundheitsministerium soll der durchschnittliche rechnerische Anstieg 0,3 Prozentpunkte betragen. Dies entspricht derzeit durchschnittlich 1,3 Prozent des Brutto-Lohns. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitnehmer und die andere Hälfte der Arbeitgeber. Laut Beispielrechnung der "Bild" müsste jemand mit einem Brutto-Einkommen von 3.000 Euro im Monat dann 4,50 Euro pro Monat (beziehungsweise 54 Euro pro Jahr) mehr zahlen.

Entscheidung über Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge erst Mitte Dezember 2022

Ob die Zusatzbeiträge erhöht werden, entscheiden die großen Krankenkassen erst Mitte Dezember. So halten beispielsweise die Techniker Krankenkasse und die AOK Baden-Württemberg ihre Verwaltungsratssitzung am 16. Dezember ab. Die AOK Bayern entscheidet am 13. Dezember über eine Erhöhung der Zusatzbeiträge und die DAK-Gesundheit am 15. Dezember. Die Barmer wiederum wird erst am erst am 21. Dezember tagen.

Verbraucherzentrale rät: Krankenkassenwechsel nicht überstürzen!

Wer sich einen Überblick verschaffen will, kann sich auf der Website des GKV-Spitzenverbandes informieren. Dort sind die Zusatzbeiträge aller Krankenkassen aufgelistet. Einen Wechsel sollten Sie dennoch nicht überstürzen, da mehrere Faktoren und nicht nur die Höhe des Zusatzbeitrages dafür wichtig sind. Sabine Wolter von der Verbraucherzentrale NRW gegenüber der "Bild": "Für viele Menschen ist das Sparpotential gering. Man sollte sich vorher schon fragen: Wie zufrieden bin ich? Welche Zusatzleistungen bietet mir meine Krankenkasse?"

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/loc/news.de

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