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Gerhard Schröder über Ukraine-Krieg: Altkanzler gibt Westen Mitschuld an Putins Angriffskrieg

Lange hat er geschwiegen, jetzt positioniert sich Gerhard Schröder erstmals deutlich zu Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Wie der Altkanzler über die Geschehnisse in der Ukraine und Wladimir Putin denkt, verriet er bei einer Konferenz im türkischen Kocaeli.

Gerhard Schröder hat sein Schweigen zum Urkaine-Krieg gebrochen. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Zwei Wochen nach seinem angeblichen Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin hat sich Altkanzler Gerhard Schröder nun erstmals öffentlich zum Ukraine-Krieg geäußert. Aus Sicht des früheren Kanzlers hat "politisches Versagen" zum Ukraine-Krieg geführt. Über Wladimir Putin verlor er dabei kein Wort.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder schiebt Westen Schuld am Ukraine-Krieg in die Schuhe

Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende der Bipolarität zwischen der Sowjetunion und den USA "haben wir keine Sicherheitsarchitektur geschaffen, die diese veränderte Situation widerspiegelt", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei einer Konferenz im türkischen Kocaeli. "Und der Krieg in der Ukraine ist eine der Konsequenzen dieses politischen Versagens." Schröder gilt als langjähriger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin und ist unter anderem Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft.

Der Altkanzler steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik - vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine nimmt der Druck auf ihn immer weiter zu. Bereits Anfang März hatten die SPD-Spitze und auch Bundeskanzler Olaf Scholz ihn dazu aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen niederzulegen.

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Schröder über Ukraine-Krieg: "Jeder solle alles in seiner Kraft Stehende tun, um diesen furchtbaren Krieg zu beenden"

Schröder sagte weiter, in den vergangenen Jahren seien sowohl von Seiten Russlands als auch von Seiten der westlichen Länder viele Fehler gemacht worden. Russlands Sicherheitsinteressen aber rechtfertigten nicht den Gebrauch militärischer Mittel, so Schröder. Schröder sagte auch, jeder solle alles in seiner Kraft Stehende tun, um diesen furchtbaren Krieg zu beenden.

Gerhard Schröder schweigt zu Putin-Treffen

Schröder war Anfang März von der türkischen Metropole aus in die russische Hauptstadt gereist, wo er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprach. Was genau er dort mit Putin besprochen hat, behielt Schröder für sich. Berichten zufolge soll der Altkanzler in Istanbul auch eine ukrainische Delegation getroffen haben.

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/news.de/dpa