Uhr

Kim Jong un schießt wieder: Abschuss gen Japan! Nordkorea testet Langstreckenraketen

Trotz eines UN-Verbots testet Nordkorea weiter atomwaffenfähige Raketen. Beim jüngsten Testlauf könnte das Geschoss - mutmaßlich eine Interkontinentalrakete - aus Kim Jong Uns Arsenal eine Reichweite von tausenden von Kilometern gehabt haben.

Nordkorea setzt entsprechenden Verboten zum Trotz offenbar weiter Tests mit atomwaffenfähigen Interkontinentalraketen fort (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | U.S. Air Force

Kim Jong Un schießt offenbar wieder scharf: Nordkorea hat nach Angaben seiner Nachbarn Südkorea und Japan mutmaßlich eine atomwaffenfähige Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete habe nach dem Start in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) eine Höhe von bis zu 6.000 Kilometern erreicht, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am 24. März den stellvertretenden Verteidigungsminister Makoto Oniki. Es handelte sich demnach möglicherweise um eine neuartige Interkontinentalrakete.

Raketentests in Nordkorea: Lässt Kim Jong Un neue Interkontinentalraketen testen?

Auch Südkorea ging von einer militärischen Langstreckenrakete aus. Der Test stelle offensichtlich einen Bruch Nordkoreas mit seinem selbst auferlegten Teststopp für Langstreckenraketen dar, sagte Präsident Moon Jae In laut seinem Büro bei einer Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrats. Moon habe das Vorgehen Nordkoreas verurteilt. Südkoreas Militär hatte zuvor zunächst von mindestens einem nicht identifizierten Geschoss gesprochen, das Nordkorea in Richtung offenes Meer abgefeuert habe.

UN-Verbote untersagen Kim Jong Un Raketentests - doch Nordkorea schießt weiter

UN-Resolutionen untersagen Nordkorea jegliche Tests von ballistischen Raketen. Das sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart auch mit einem oder mehreren Atomgefechtsköpfen bestückt werden könne. Pjöngjang treibt seit Jahren die Entwicklung solcher Raketen voran. Nordkorea ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen.

Gerüchte über neuartige Interkontinentalraketen in Nordkorea

In den vergangenen Monaten hatte Nordkorea mehrfach Waffentests vorgenommen und dabei auch ballistische Raketen getestet. Die USA und Südkorea gehen davon aus, dass die selbst erklärte Atommacht dabei Ende Februar und Anfang März jeweils auch einen Test unternahm, der im Zusammenhang mit Pjöngjangs Arbeit an einem neuartigen Interkontinentalraketen-System stand. Nordkorea selbst sprach von wichtigen Tests in der Entwicklung eines Erdbeobachtungssatelliten.

Welche Horror-Raketen lässt Kim Jong Un als nächstes austüfteln?

Experten erwarteten daher, dass das Land schon bald eine "Weltraumrakete" starten könnte. Die Raumfahrtraketen und militärischen Langstreckenraketen beruhen weitgehend auf derselben Technik.

Auch lesenswert: Angst vor Drittem Weltkrieg! Nordkorea feuert Rakete in Richtung Japan

US-Regierung verurteilt Nordkoreas Raketentest

Die US-Regierung hat Nordkoreas Test einer mutmaßlich atomwaffenfähigen Interkontinentalrakete aufs Schärfste verurteilt. Dieser Raketenstart sei ein dreister Verstoß gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, der die Spannungen unnötig erhöhe und die Sicherheitslage in der Region destabilisieren könnte, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Donnerstag (24.03.2022) mit. Die Tür zur Diplomatie sei noch nicht geschlossen, aber Nordkorea müsse seine destabilisierenden Handlungen unverzüglich einstellen. "Diese Aktion zeigt, dass Nordkorea seinen Massenvernichtungswaffen- und ballistischen Raketenprogrammen weiterhin Vorrang vor dem Wohlergehen ihrer Bevölkerung einräumt", so Psaki.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

/news.de/dpa