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Kim Jong-un: "Spiel mit tickender Zeitbombe!" Nordkorea droht den USA nach Raketentest

Erneut provozierte Nordkorea mit einem Raketentest die Welt. Nachdem die UN und die USA das Verhalten von Kim Jong-un kritisierten, gab sich Nordkorea unschuldig. Der Raketentest sei nicht gegen ein Land gerichtet, man wolle lediglich die Selbstverteidigung stärken.

Nordkorea provoziert die UN mit einem erneuten Raketentest und gibt sich danach unschuldig. Bild: picture alliance/dpa/KCNA via KNS via AP | --

Nach dem jüngsten Raketentest zeigt sich Nordkorea verärgert über die Reaktion der USA und droht mit "schwerwiegenderen und ernsthafteren Konsequenzen". Nach eigenen Angaben sei der Test einer U-Boot-Rakete am Dienstag nicht an die Vereinigen Staaten von Amerika gerichtet. Der Test diente lediglich der Stärkung der Selbstverteidigung. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang kritisierte daher die Reaktionen des UN-Sicherheitsrats und der USA als "unsinnig". Gleichzeitig wurden die USA jedoch davor gewarnt, mit einer "tickenden Zeitbombe" zu spielen.

Kim Jong-un droht USA nach Raketentest: Nordkorea angeblich nicht feindselig

"Es ist eine klare Doppelmoral, dass die Vereinigten Staaten uns anprangern, weil wir dasselbe Waffensystem entwickelt und getestet haben, das sie bereits haben oder entwickeln", wird der Außenministeriumssprecher von KCNA zitiert. Er zweifelte zudem die jüngste Aussage der US-Regierung an, dass man Nordkorea gegenüber nicht feindselig eingestellt sei.

UN bewertet Raketentest von Nordkorea als Provokation

Nach dem jüngsten Raketentest Pjöngjangs waren am Mittwoch Mitglieder des UN-Sicherheitsrats in New York hinter verschlossenen Türen zusammengekommen. "Der Raketenstart (...) ist Teil eines Musters von Provokationen durch Nordkorea", teilten die UN-Botschafter der Ratsmitglieder Frankreich, Irland und Estland am Mittwoch mit. Sie forderten das Land auf, sich an die ihm auferlegten UN-Sanktionen zu halten. Ähnlich äußerten sich auch die Vertreter der USA und Großbritanniens. Eine gemeinsame Stellungnahme gab es aber zunächst nicht.

Nordkoreas Staatsführung ließ am Dienstag bereits zum achten Mal in diesem Jahr eine ballistische Rakete testen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, soll es sich beim jüngsten Flugkörper um eine U-Boot-gestützte ballistische Rakete "neuen Typs" handeln, welche die "Verteidigungstechnologie des Landes auf ein hohes Niveau bringt und die Unterwassereinsatzfähigkeit unserer Marine verbessert". UN-Resolutionen untersagen Nordkorea den Test von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können.

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bua/sba/news.de/dpa