Nach mysteriösem Todesfall: Hat Baba Wanga einen Pestausbruch in Sibirien vorhergesagt?
Der Tod einer Mitarbeiterin eines sibirischen Pestforschungsinstituts sorgt für internationale Aufmerksamkeit. Russische Behörden bestreiten eine Infektion. Im Internet wird der Fall mit einer angeblichen Prophezeiung von Baba Wanga verknüpft.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Mysteriöser Todesfall in Sibirien: Wirbel um angebliche Pestinfektion
- Russische Behörden widersprechen Gerüchten
- Baba Wanga hat angeblich den Ausbruch einer gefährlichen Krankheit vorhergesagt
Ein mysteriöser Todesfall in Sibirien sorgt derzeit für Wirbel: Eine Mitarbeiterin des Anti-Pest-Instituts in Irkutsk ist an der Pest gestorben – ausgelöst durch einen Laborunfall. Darya Shipilova infizierte sich offenbar, als ein Reagenzglas in der Einrichtung zerbrach. Sie erkrankte an einer nicht näher bestimmten Form der Seuche und überlebte die Infektion nicht. Die Folgen des Vorfalls sind drastisch: In Sibirien wurden nach Angaben des unabhängigen Medienportals "Baikal People" fünf Krankenhäuser unter Quarantäne gestellt. Damit reagieren die Behörden auf die Befürchtung, der Erreger könnte sich über das Labor hinaus verbreitet haben. Spekulationen über angebliche Prophezeiungen der verstorbenen bulgarischen Seherin Baba Wanga befeuern die Sorge.
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Laborleck mit tödlichen Folgen – Angst vor weltweitem Pestausbruch
Zahlreiche US-Politiker verlangen inzwischen, sämtliche kommerziellen Flugverbindungen aus Russland zu unterbinden. Hintergrund ist die Sorge, ein möglicher Pestausbruch könnte über den internationalen Reiseverkehr auf andere Länder übergreifen. Die Nervosität ist angesichts der historischen Dimension dieser Krankheit nachvollziehbar: Der Schwarze Tod gilt als eine der verheerendsten Pandemien, die die Menschheit je erlebt hat. Zwischen 1346 und 1353 wütete die Seuche in Europa und tötete schätzungsweise 50 Millionen Menschen.
Verursacht wird die Pest durch das Bakterium Yersinia pestis, das vor allem von Wildnagetieren und Flöhen übertragen wird. Historiker gehen davon aus, dass die Krankheit ihren Ursprung in Zentralasien hatte und sich über Handelsrouten weltweit ausbreitete.
Baba Wanga und die Prophezeiung vom sibirischen Erreger
Parallel zur realen Krisenlage kursieren in sozialen Netzwerken Behauptungen, die verstorbene bulgarische Seherin Baba Wanga habe genau ein solches Szenario vorausgesagt. Bereits vor ein paar Jahren berichteten Medien über die angebliche Prophezeiung. Demnach soll Baba Wanga vorhergesagt haben, dass Wissenschaftler in Sibirien ein "eingefrorenes Virus" freisetzen. Bislang war die Prophezeiung auf die Jahre 2022/2023 datiert. Nun ist plötzlich vom Jahr 2027 die Rede. So erschreckend die Vorhersagen der blinden Hellseherin auch sind, bleibt jedoch ungewiss, ob sie wirklich von Baba Wanga stammen. Ihre Prophezeiungen wurden nämlich nie aufgeschrieben, sondern immer nur mündlich weitergegeben. Und jeder weiß, was bei dem Spiel "Stille Post" passiert.
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