Schock-Vorfall in Neubrandenburg: Verbrennungen, Tritte und Schläge - Jugend-Gang quält 14-Jährigen stundenlang

Mindestens zehn Kinder und Jugendliche – der jüngste gerade einmal neun Jahre alt – sollen einen 14-Jährigen in Neubrandenburg stundenlang gequält, mit Gegenständen missbraucht und die Tat gefilmt haben. Aufgeflogen ist die Gruppe erst, weil sie die Aufnahmen ihrer eigenen Brutalität stolz in sozialen Netzwerken teilte. Der Grund für die Gewaltorgie ist erschreckend banal.

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Zehn Kinder und Jugendliche haben in Neubrandenburg einen 14-Jährigen stundenlang misshandelt (Foto) Suche
Zehn Kinder und Jugendliche haben in Neubrandenburg einen 14-Jährigen stundenlang misshandelt Bild: picture alliance/dpa | Friso Gentsch
  • Schock-Vorfall in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern
  • Jugend-Gang quält 14-Jährigen stundenlang
  • Täter filmen Gräueltat und stellen Videos ins Netz

In der Innenstadt von Neubrandenburg hat eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen einen 14-Jährigen über mehrere Stunden hinweg brutal misshandelt. Wie die "Bild" aktuell berichtet, geht die Polizei von mindestens zehn Tatverdächtigen aus, die zwischen neun und 15 Jahre alt sind.

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Schock-Vorfall in Neubrandenburg - Jugend-Gang quält 14-Jährigen stundenlang

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. September. Die Angreifer sollen den Jungen nicht nur mit Schlägen und Tritten traktiert haben, sondern ihm laut Ermittlungen auch Verbrennungen zugefügt und ihn mit Gegenständen missbraucht haben. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen gegen sämtliche Tatverdächtige eingeleitet.

Täter filmen Gräueltat und stellen Videos ins Netz

Die Täter filmten ihre Gräueltaten und stellten die Aufnahmen schließlich ins Netz, wo sich diese über die sozialen Medien verbreiteten und so zur Polizei gelangten. Polizeisprecherin Claudia Berndt erklärte gegenüber "Bild": "Die Videos sind so eindeutig, dass die Tatverdächtigen sowie auch das Opfer ermittelt werden konnten." Die Beamten sicherten mehrere Aufnahmen.

Schock-Vorfall in Neubrandenburg - Hälfte der Täter bereits polizeibekannt

Rund die Hälfte der mutmaßlichen Täter war den Behörden bereits aus früheren Vorfällen bekannt. Die übrigen Verdächtigen konnten anhand der Videoaufnahmen identifiziert werden, da ihre Gesichter deutlich zu erkennen waren. Zeugenhinweise lieferten dabei offenbar die entscheidenden Anhaltspunkte zur vollständigen Aufklärung der Identitäten.

Missverständnis als Auslöser für Gewaltorgie

Bei dem Übergriff handelte es sich laut "Bild" nicht um eine zufällige Attacke. Opfer und Angreifer waren einander bekannt. Der Grund für die stundenlange Misshandlung war nach Erkenntnissen der Ermittler jedoch erschreckend banal. Polizeisprecherin Claudia Berndt sprach von einem "Missverständnis in der Kommunikation", das zur Eskalation geführt habe. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte der 14-Jährige die Gruppe in keiner Weise provoziert. Eine Nichtigkeit genügte offenbar, um die massive Gewalt auszulösen. Wie es dazu kommen konnte, dass eine derart geringfügige Ursache in mehrstündige Folter mündete, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen der Kriminalpolizei Neubrandenburg.

14-Jähriger in Neubrandenburg stundenlang gequält und gefoltert

Die Kriminalpolizei führt Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung gegen die Verdächtigen. Zusätzlich wurde Anzeige wegen der angefertigten Videoaufnahmen während des Übergriffs erstattet. Unter den Tatverdächtigen befinden sich Personen deutscher, albanischer und tunesischer Herkunft sowie Deutsch-Türken. Bei dem Opfer handelt es sich um einen deutschen Jugendlichen.

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