Unwetter aktuell: Erst Sommertag, dann Gewitter - in diesen Regionen wird es ungemütlich
Mit dem Freibadwetter ist es in Deutschland schnell vorbei. Meteorologen prognostizieren zur Wochenmitte hin einen Temperatursturz. Damit steigt vielerorts das Unwetterrisiko mit Gewittern und Starkregen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Nach dem spätsommerlichen Wetter folgt ein Kältesturz
- Meteorologen prognostizieren ab Mittwochnacht Unwetter in deutschen Regionen
- Temperaturen sinken deutlich
Während sich am Dienstag (8. September) im Südostennochmals hochsommerliche Hitze mit bis zu 33 Grad hält, schiebt sich eine Kaltfront voran. Dadurch stürzen die Temperaturen auf den Thermometern in den Keller und erhöhen in einigen Regionen das Unwetter-Risiko.
Wetter am 8. September - Temperaturen überschreiten 30-Grad-Marke
In Bayern und dem gesamten Südosten klettert das Thermometer vielerorts über die 30-Grad-Marke, am Inn sind örtlich sogar 31 Grad drin. Auch in Nordrhein-Westfalen werden laut Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild" noch 28 Grad erwartet, selbst Hamburg könnte 24 bis 26 Grad erreichen.
Auf Sommerwetter folgen Gewitter
Bereits am Abend "wird die Wärme ausgeräumt", sagt Markus König von "Wetter.com". Das passiere "knackig": Von Westen her ziehen heftige Schauer und Gewitter auf, begleitet von Sturmböen und Hagel. Der Deutsche Wetterdienst schließt Unwetter zunächst im Südwesten nicht aus, in der Osthälfte drohen einzelne Gewitter mit stürmischen Böen. Meteorologe Jung spricht davon, dass sich der Badetag binnen Stunden in einen Unwettertag verwandelt.
Starkregen und Überflutungen - Kaltfront vertreibt Wärme
Verantwortlich ist ein mächtiges Tiefdruckgebiet über dem Atlantik. Auf dessen Vorderseite strömt energiereiche Warmluft nach Deutschland – sie befeuert die Hitze im Süden. Gleichzeitig drückt die dazugehörige Kaltfront von Nordwesten die Sommerluft nach Südosten ab. Genau entlang dieser Frontlinie entlädt sich das Wettergeschehen. "So etwas hat immer Dramatik", ordnet Diplom-Meteorologe Dominik Jung die Lage gegenüber "Bild" ein. Im Nordwesten dominieren bereits dichte Wolken und schauerartiger Niederschlag, dazu frischt an den Küsten ein böiger Südwestwind auf. Südlich vom Saarland bis Berlin ist in der Nacht zum Mittwoch mit Starkregen, Platzregen und örtlichen Überflutungen zu rechnen.
Temperatursturz um mehr als zehn Grad bis Mitte der Woche
Schon am Mittwoch macht sich der Umschwung landesweit bemerkbar. Im Süden und Osten hält der Regen zunächst an – in Südostbayern und der Lausitz sogar bis in den späten Nachmittag, an den Alpen und im Vorland teils kräftig. Die Höchstwerte erreichen laut Deutschem Wetterdienst nur noch 17 bis 22 Grad – ein Absturz von mehr als zehn Grad gegenüber dem Dienstag. Im Westen könne aber noch die Sonne herauskommen, bevor Wolken aufziehen und kräftige Schauer sowie Gewitter mitbringen, prognostiziert König.
Bereits in den Nächten zum Donnerstag und Freitag sinken die Temperaturen auf 12 bis 5 Grad, in ungünstigen Lagen sogar noch tiefer. Der Donnerstag präsentiert sich dann weitgehend trocken, mit wechselnder Bewölkung und Temperaturen zwischen 17 und 23 Grad. Lediglich an den Küsten und im Bergland sind vereinzelt Schauer möglich. Im Südwesten zeigt sich sogar nochmals die Sonne. Am Freitag ziehen im Westen und Nordwesten erneut Schauer auf. Die Thermometer schaffen dann nur noch 16 bis 20 Grad.
Ob der Spätsommer tatsächlich endgültig Geschichte ist, lässt sich zwar nie mit letzter Sicherheit sagen. Die Prognosen für die kommenden Tage sprechen allerdings eine deutliche Sprache: Selbst die Spitzenwerte kratzen bestenfalls noch an der 23-Grad-Marke. Meteorologe Jung fasste es treffend zusammen – nach den heißen Tagen fühle sich das "fast wie ein Kälteschock" an.
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bos/news.de/dpa/mlk/stg
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