Hitzewelle erreicht Höhepunkt: Deutschland schwitzt bei fast 40 Grad – dann kracht eine Kaltfront herein
Deutschland steht vor dem heißesten Tag dieser Hitzewelle: Bis zu 39 Grad sind am Freitag möglich, im Südwesten drohen sogar tropische Nächte. Doch die Gluthitze hält nicht lange an. Schon am Wochenende kracht eine Kaltfront ins Land – mit Gewittern, Starkregen und einem deutlichen Temperatursturz.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Bis zu 39 Grad: Der Freitag wird zum Höhepunkt der dritten Hitzewelle des Sommers
- Kaltfront im Anmarsch: Ab Samstag ziehen Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen auf
- Temperatursturz: Ab Montag wird es deutlich kühler, doch flächendeckender Dauerregen bleibt aus
Noch einmal heißt es: schwitzen, schwitzen, schwitzen! Deutschland erlebt am Freitag (14.08.2026) den Höhepunkt der dritten Hitzewelle dieses Sommers. Vor allem im Westen und Südwesten wird es brütend heiß, örtlich könnten die Temperaturen auf bis zu 39 Grad steigen. Doch während sich viele Menschen noch über Sonne und Badewetter freuen dürften, ist der Wetterumschwung bereits in Sicht. Eine Kaltfront macht der Gluthitze am Wochenende den Garaus.
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Hitzewelle im August: Deutschland ächzt unter fast 40 Grad
Der Freitag wird zum Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. In den Niederungen im Westen und Südwesten sind Temperaturen von bis zu 39 Grad möglich. Im Nordosten und im südlichen Alpenvorland werden immerhin noch bis zu 31 Grad erwartet. "Die Wärme gelangt aus den Niederlanden und Belgien herein, also aus West-Südwest", erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Besonders heiß wird es demnach in Nordrhein-Westfalen, der Pfalz und am Oberrhein. Diplom-Meteorologe Dominik Jung bezeichnet den Freitag als "Kulminationspunkt dieser dritten Hitzewelle des Sommers". Die extremsten Werte erwartet Jung vor allem in den bekannten Wärmeinseln. Dazu gehören unter anderem der Kölner Raum und der Niederrhein.
Tropische Nächte im Südwesten erwartet
Mit der Hitze am Tag ist es noch nicht getan. Im Südwesten drohen in der Nacht sogar sogenannte tropische Nächte. Dabei sinkt das Thermometer nicht unter 20 Grad. In den Ballungsräumen im Westen könnten die Tiefstwerte sogar bei rund 21 Grad liegen. Für viele Menschen bedeutet das: Auch nachts gibt es kaum Erholung von der Hitze.
Am Samstag (15.8.2026) bleibt es zunächst in weiten Teilen Deutschlands heiß. Allerdings zeigt sich bereits ein gewaltiger Temperaturunterschied zwischen Norden und Süden. Im Südosten und Osten scheint zunächst noch ausgiebig die Sonne. Dort steigen die Temperaturen erneut auf 37 bis 38 Grad. "Dann zieht die Hitze weiter nach Hessen, Thüringen und Bayern mit Temperaturen zwischen 36 und 39 Grad", so Dr. Brandt. Ganz anders sieht es im Nordwesten aus. Dort kündigt sich bereits die Kaltfront an. An Nord- und Ostseeküste können die Temperaturen auf unter 25 Grad sinken, direkt am Meer sind sogar nur rund 20 Grad möglich. Im gesamten Nordwesten werden lediglich 22 bis 29 Grad erwartet. Hamburg kommt mit 28 bis 30 Grad vergleichsweise glimpflich davon. Während im Süden also noch die Gluthitze brütet, beginnt im Norden bereits die Abkühlung.
Kaltfront beendet die Gluthitze – Gewitter drohen
Am Samstagnachmittag kippt die Wetterlage dann von Westen her. Wolken ziehen auf, dazu kommen Schauer und Gewitter. "Von Westen ziehen Wolken, teils kräftige Schauer und Gewitter auf – lokal mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, einzelne Unwetter nicht ausgeschlossen", warnt Meteorologe Dominik Jung. In der Nacht zum Sonntag breitet sich der Niederschlag weiter aus – von Südwesten bis in den Nordosten. Am Sonntag erreicht die Kaltfront schließlich die Mitte Deutschlands. Südlich einer Linie von der Pfalz bis zur Lausitz sind örtlich heftige Gewitter möglich. Starkregen und Hagel können dabei sogar Unwetterpotenzial erreichen. Im Norden bleibt es dagegen weitgehend trocken. Dort liegen die Höchstwerte nur noch zwischen 20 und 27 Grad.
Kein flächendeckender Dauerregen in Sicht
Die große Erlösung für ausgetrocknete Böden bleibt allerdings zunächst aus. Nach aktuellen Modellberechnungen ist kein flächendeckender, anhaltender Regen in Sicht. Auch eine landesweite Gewitterlage zeichnet sich laut "The Weather Channel" derzeit nicht ab. Für die Natur ist das eine schlechte Nachricht: Zwar bringen einzelne Gewitter kräftige Niederschläge, doch längst nicht alle Regionen dürften gleichermaßen davon profitieren.
Wettersturz ab Montag: Temperaturen rauschen in den Keller
Ab Montag (17.08.2026) macht sich die Abkühlung dann bundesweit bemerkbar. In der Nordhälfte werden nur noch 20 bis 25 Grad erwartet, südlich des Mains liegen die Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad. Südlich der Mainlinie können sich zunächst noch kräftige Schauer und Gewitter halten. Diese ziehen sich im weiteren Verlauf jedoch zunehmend in den Südosten zurück. "Es gibt dann mehr Regen im Verlauf der Woche. Dadurch geht auch das Feld- und Waldbrandrisiko zurück und die Temperaturen fallen auf 23 bis 27 Grad zurück", sagt Dr. Karsten Brandt. Auch Dienstag und Mittwoch bleiben wechselhaft. Zeitweise fällt Regen, die Temperaturen bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. An der Nordsee sind laut Deutschem Wetterdienst steife bis stürmische Böen möglich. Ab Donnerstag beruhigt sich die Wetterlage etwas. Häufigere sonnige Abschnitte wechseln sich dann mit einzelnen Schauern ab. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad an der Küste und bis zu 29 Grad am Oberrhein.
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