Unfall: Ein Jahr nach Zugunglück - Gedenken und Trost in Riedlingen

Drei Kerzen, ein Feldgottesdienst und bewegende Worte: Wie Angehörige, Retter und Bürger in Riedlingen ein Jahr nach dem Zugunglück Trost suchen.

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Aktuelle Unfall-Meldungen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Marijan Murat

Ein Jahr nach dem schweren Zugunglück in Riedlingen haben rund 150 Menschen in einem Feldgottesdienst der Opfer gedacht. An dem ökumenischen Gedenkgottesdienst rund 250 Meter von der Unglücksstelle entfernt nahmen Angehörige der Opfer, ranghohe Vertreter der Deutschen Bahn, Bürger der Stadt sowie Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei teil. Auch die Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg, Nicole Razavi (CDU), war anwesend.

Beim Gottesdienst stand nach Informationen des evangelischen Kirchenbezirks Biberach die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen nach einem Ereignis weiterleben können, das ihr Leben dauerhaft verändert hat. Im Gedenken an die Toten wurden drei Kerzen entzündet sowie eine Kerze für alle Verletzten und Helfer.

Drei Minuten nach Abfahrt entgleist

Der Regionalzug entgleiste am 27. Juli 2025. Eine 70 Jahre alte Reisende, der 32 Jahre alte Lokführer und ein 36 Jahre alter Bahn-Auszubildender starben. 36 Passagiere wurden nach offiziellen Angaben verletzt, fünf von ihnen schwer. Der Zug war auf dem Weg von Sigmaringen nach Ulm. Drei Minuten nach der Abfahrt in Riedlingen entgleiste er.

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung in Bonn hat inzwischen ihren Unfallbericht veröffentlicht. Demnach wurde der Unfall durch einen Hangrutsch infolge von Starkregen ausgelöst.

Starkregen setzte Hang in Bewegung

Dem Bericht zufolge zog vor dem Unglück eine Gewitterfront über Oberschwaben. Innerhalb einer Stunde fielen am Unglücksort rund 28 Liter Regen. Weil der Boden bereits gesättigt war, kam es zu einem Hangrutsch. Schlamm und Erdreich gelangten auch auf die Gleise. Die Regionalbahn aus Richtung Sigmaringen fuhr demnach mit etwa 150 Kilometern pro Stunde in den Hangrutsch hinein. Dadurch sei der vordere Triebwagen entgleist und wegen der hohen Geschwindigkeit den Hang hinaufgeschoben worden. Auch die anderen Triebwagen entgleisten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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