Bundesregierung: Fast 150.000 Menschen per Haftbefehl gesucht

Eigentlich sollen sie ins Gefängnis oder in U-Haft: Die Polizei fahndet jedoch nach Tausenden Menschen, die trotz Haftbefehl frei herumlaufen – darunter auch sogenannte "Gefährder".

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Fast 150.000 Menschen, gegen die ein Haftbefehl vorliegt, sind auf freiem Fuß – darunter auch fast 100 sogenannte "Gefährder". Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet.

Demnach fahndete die Polizei zum Stichtag am 1. Juli nach 148.311 Menschen, gegen die ein nationaler Haftbefehl vorliegt. Da gegen einzelne Personen zum Teil in mehreren Fällen gefahndet wird, ist die Gesamtzahl der offenen Haftbefehle mit 170.667 deutlich höher, bleibt im Vergleich zum Vorjahr jedoch fast konstant.

Unter den Menschen, gegen die offene Haftbefehle vorliegen, sind auch 94 sogenannte "Gefährder". So werden Menschen bezeichnet, denen die Sicherheitsbehörden schwerere politische Straftaten zutrauen – etwa einen terroristischen Anschlag zu verüben.

Mit rund 15.000 Fahndungen betreffen den Angaben zufolge knapp neun Prozent Personen, nach denen wegen Gewalttaten gesucht wird – gegen die Mehrheit davon wegen gefährlicher Körperverletzung. Rund 2.500 der Fahndungen sind Mord und Totschlag zuzuordnen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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