Berlin: Diebstähle auf Friedhöfen - mehrjährige Haftstrafen

Jesusfiguren, Engel, Reliefplatten: Bis zu 150 Kilogramm schwer waren die Kunstobjekte, die von Friedhöfen und aus Parks gestohlen wurden. Eine Serie, für die ein Ehepaar verantwortlich ist.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. (Foto) Suche
Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Sie haben über Jahren nachts Bronzeplastiken, Skulpturen und Reliefs von Friedhöfen gestohlen: Vier Jahre und vier Monate Haft verhängte das Landgericht Berlin gegen einen 68-Jährigen. Seine 63-jährige Ehefrau erhielt vier Jahre und zwei Monate. Beide hätten sich des gewerbsmäßigen Diebstahls in 28 Fällen sowie des versuchten Diebstahls schuldig gemacht. Ein dritter, 57-jähriger Angeklagter wurde wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Betroffene der Diebstähle seien geschockt gewesen - "der ideelle Wert ist nicht zu bemessen", sagte der Vorsitzende Richter Johannes Schwake. Auch von einem Kinderfriedhof seien Skulpturen gestohlen worden - "das ist nicht nur pietätlos, eine bodenlose Gemeinheit, einem fehlen die Worte".

Versteck im Haus hinter Treppenbalken

Die meisten der bis zu 150 Kilogramm schweren Objekte seien auf Friedhöfen in Berlin entwendet worden, darunter eine Bronzefigur im Wert von mindestens 60.000 Euro. Betroffen waren zudem Friedhöfe in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Die Polizei fahndete immer wieder öffentlich nach den Kunstwerken. Hinweise führten auf die Spur der Angeklagten. Bei Durchsuchungen wurde im Haus des Paares ein Versteck hinter Treppenbalken gefunden. "Sämtliche Objekte mit Ausnahme einer Figur konnten zurückgegeben werden", hieß es weiter im Urteil.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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