Erfurt/Duderstadt: Bewährungsstrafe für Priester wegen Kinderpornografie
Im März wurde der Priester aus dem Bistum Erfurt angeklagt. Das zuständige Amtsgericht hat ein Urteil gefällt. Die Entscheidung des Vatikans steht jedoch noch aus.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ein Priester aus dem Bistum Erfurt ist wegen Besitzes und Weitergabe von Abbildungen, die teilweise den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern darstellen, am Amtsgericht in Duderstadt (Niedersachsen) zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte zudem eine Zahlung von 3.000 Euro an den Kinderschutzbund Göttingen, wie ein Sprecher des Amtsgerichts sagte. Zudem müsse der Mann seine Therapie fortsetzen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Gegenstand der Anklage war demnach der Besitz und die Weitergabe kinder- und jugendpornografischer Inhalte im Zeitraum von 2019 bis 2022. Nach Angaben des Sprechers wurde der Mann am 24. März dieses Jahres angeklagt, am Dienstag wurde das Urteil gesprochen.
Der Angeklagte und sein Verteidiger verzichteten demnach auf Rechtsmittel. Sofern keine Berufung eingelegt wird, ist das Urteil nach einer Woche rechtskräftig. Da der Mann in Niedersachsen wohnt, ist das Amtsgericht Duderstadt zuständig, wie der Sprecher sagte.
Kirchenrechtliche Entscheidung fällt in Rom
Laut Bistum Erfurt informierte die Polizeiinspektion Göttingen die Bistumsleitung am 30. März 2022 über die Beschlagnahmung elektronischer Geräte des Angeklagten. Daraufhin sei der Mann bis zur Klärung der Vorwürfe vom geistlichen Dienst freigestellt worden. Zudem wurden ihm kirchliche Amtshandlungen verboten. Im Mai 2022 sei ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet worden.
Dieses ruht derzeit, da der Ausgang des Verfahrens am Amtsgericht abgewartet wurde, wie der Gerichtssprecher sagte. Sobald die Untersuchungen auf Bistumsebene abgeschlossen sind, werden die Akten laut Bistum an den Vatikan übermittelt. Die kirchenrechtliche Entscheidung werde dann in Rom getroffen.
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