Tierschutz: Drei Bären in Griechenland illegal getötet
Binnen weniger Stunden wird ein Bär vergiftet, zwei weitere werden erschossen. Die griechische Tierschutzorganisation Kallisto warnt vor Selbstjustiz - und fordert die Aufklärung der Vorfälle.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach dem Tod dreier Braunbären innerhalb weniger Stunden hat die griechische Umweltschutzorganisation Kallisto eine konsequente Aufklärung der Fälle gefordert. Zwei Tiere seien durch Schüsse getötet worden, ein weiteres durch einen vergifteten Köder, teilte die Organisation mit.
Die Vorfälle vom Wochenende verdeutlichten die anhaltenden Bedrohungen für die geschützte Art in Griechenland, kritisierte Kallisto. Die Tötung oder Verletzung eines Bären sei strafbar und verstoße gegen griechische sowie internationale Schutzbestimmungen.
Kallisto forderte die Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Begegnungen von Bären mit Menschen dürften kein Vorwand für Selbstjustiz sein. Stattdessen müssten die zuständigen Stellen informiert werden, damit die vorgesehenen Einsatz- und Schutzmaßnahmen greifen könnten.
Doch manche Bewohner im Nordwesten Griechenlands haben Angst, denn mittlerweile wandern die Bären auf Futtersuche in besiedelte Gegenden bis zur Stadt Kastoria. Angezogen werden sie dabei von Abfall der Menschen, aber auch von Obstgärten. Immer wieder kommt es deshalb zur Tötung der Tiere durch Privatpersonen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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