Augsburg: Turm ohne Treppe - Augsburger Perlachturm hohl

Augsburgs "Perlach" ist derzeit komplett leer – die Treppe wurde entfernt. Bis 2027 wird das Wahrzeichen für einen Millionenbetrag saniert, dann können Besucher wieder nach oben.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / natali_mis

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Augsburgs ist derzeit komplett hohl: Der 400 Jahre alte Perlachturm am Rathausplatz wird für rund neun Millionen Euro von Grund auf saniert. Dafür wurde die Stahlbetontreppe im Inneren des Turms kürzlich herausgenommen. Dadurch sei der rund 70 Meter hohe Turm leer, teilte die Stadt mit.

Bis Herbst 2027 soll die Modernisierung des Turms noch dauern. Dann soll das Denkmal wieder geöffnet werden, so dass Besucher über die neue Treppe wieder zu der Aussichtsplattform gelangen und den Blick über die 2.000 Jahre alte Stadt genießen können.

Der "Perlach" neben dem Renaissance-Rathaus hat eine mehr als tausendjährige Geschichte. Im Jahr 989 soll an dem Standort ein 30 Meter hoher Wachturm errichtet worden sein. Darin soll auch eine Feuerglocke aufgehängt worden sein, um die Menschen bei Gefahr zu warnen. Im 16. Jahrhundert wurde der Turm auf mehr als 60 Meter Höhe aufgestockt. Ab dem Jahr 1612 bekam er bei erneuten Umbauten sein heutiges Aussehen.

Im Juli 2025 kam es bei der Modernisierung zu einer spektakulären Panne, die von vielen Schaulustigen verfolgt wurde. Damals sollte die Zwiebelhaube des Turms für die Arbeiten demontiert werden. Die Aktion scheiterte zunächst: Während des Versuchs, das Dach des Turms abzunehmen, wurde festgestellt, dass die dafür nötige Hebebühne zu kurz war - die Berechnungen waren falsch.

Erst nach mehreren Tagen gelang es im zweiten Anlauf, nachdem eine höhere Arbeitsplattform organisiert war. Die demontierte Turmzwiebel steht während der Sanierung als Infopavillon auf dem Rathausplatz, bis sie wieder der Kopf des sanierten Turms werden kann.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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