Unwetter an Fronleichnam: DWD schlägt Alarm – Warnung vor möglichen Tornados
Deutschland steht ein gefährlicher Wettertag bevor: Eine explosive Gewitterfront zieht am Fronleichnam von Südwesten über das Land. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen, Hagel und Starkregen. Besonders brisant: Selbst Tornados können nicht ausgeschlossen werden.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- DWD warnt vor schweren Gewittern mit Sturmböen bis 90 km/h
- Lokal sind Orkanböen bis 120 km/h und sogar Tornados möglich
- Besonders betroffen sind Teile Nord- und Mitteldeutschlands
Ein Sturmtief über Schottland bringt Deutschland am heutigen Fronleichnam eine brisante Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor kräftigen Gewittern, die sich im Tagesverlauf von Südwesten ausbreiten und weite Teile des Landes erfassen werden. Dabei drohen Sturmböen zwischen 65 und 80 km/h, örtlich sogar schwere Sturmböen um 90 km/h. Besonders gefährlich: Einzelne Gewitterzellen könnten deutlich stärkere Auswirkungen haben.
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Meteorologen warnen vor möglichen Tornados - diese Regionen müssen besonders aufpassen
Nach Einschätzung der Meteorologen herrscht derzeit eine außergewöhnlich instabile Wetterlage. "Wir haben eine ungewöhnlich energiegeladene Atmosphäre", erklärte DWD-Wetterexperte Peter Hartmann gegenüber "Bild". Am Nachmittag könne es mit "orkanartigen Böen bis hin zu Tornados" losgehen. Laut Deutschem Wetterdienst sind bei besonders kräftigen Gewittern sogar Orkanböen von bis zu 120 km/h möglich. Solche Windgeschwindigkeiten können Bäume entwurzeln, Dächer beschädigen und erhebliche Schäden verursachen.
Die Unwetterfront trifft vor allem die Nordwesthälfte Deutschlands. Besonders betroffen sein könnten Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Wetterexperte Dominik Jung prognostiziert gegenüber "Bild": "Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt werden vermutlich am stärksten betroffen sein."
Besonders kritisch könnte die Situation in den Mittelgebirgen werden. Die vollständig belaubten Bäume bieten den starken Windböen eine große Angriffsfläche. Dadurch steigt die Gefahr von umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen erheblich. Vor allem auf exponierten Höhenlagen wie dem Brocken im Harz oder dem Kahlen Asten im Rothaargebirge raten Experten zur Vorsicht. Der Deutsche Wetterdienst empfiehlt, geplante Wanderungen am Feiertag besser zu verschieben.
Hagel und Starkregen verschärfen die Lage
Neben den heftigen Windböen drohen weitere gefährliche Begleiterscheinungen. Regional kann kleinkörniger Hagel niedergehen. Hinzu kommt Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. "Am Donnerstag wird es teilweise sehr nass. Von West nach Ost ziehen Gewitter durch Deutschland. Es wird auch wieder sehr windig", erklärt Karsten Brandt von "donnerwetter.de". Zwar werden Hagel und Starkregen nicht überall erwartet, regional können sie jedoch erhebliche Schäden verursachen.
Auch nach dem Durchzug der Gewitter bleibt die Wetterlage angespannt. Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zum Freitag vor kräftigem Regen am Alpenrand sowie in Teilen Sachsens. Besonders vom Erzgebirge bis zum Zittauer Gebirge könnten größere Niederschlagsmengen zusammenkommen. Gebietsweise sind mehr als 20 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden möglich. In zwölf Stunden können sogar über 30 Liter pro Quadratmeter fallen. Die Folge könnten lokale Überschwemmungen, überlastete Kanalisationen und vollgelaufene Keller sein.
Zum Freitag lässt die Unwettergefahr allmählich nach. Dann wechseln sich Sonne und Wolken ab, einzelne Schauer und kurze Gewitter bleiben jedoch vor allem im Norden möglich. Die Temperaturen steigen auf 15 bis 21 Grad. Für das Wochenende gibt es erste Hoffnung auf freundlicheres Wetter. "Das Azorenhoch steht schon in den Startlöchern. Moderate 20 bis 24 Grad könnten uns erwarten", sagt Karsten Brandt von "donnerwetter.de". Ganz stabil wird das Wetter allerdings noch nicht. Bereits am Samstag können aus Südwesten erneut Wolken und einzelne Gewitter aufziehen. Die wechselhafte Wetterlage dürfte Deutschland daher auch in der kommenden Woche begleiten.
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bua/sfx/news.de
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