Kosten als mögliches Motiv: Anklage nach mutmaßlicher Brandstiftung und Auto-Explosion
Benzin im Innenraum eines Autos, ein Verletzter und eine mutmaßlich falsche Aussage vor der Polizei: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen 23-Jährigen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ein 23-Jähriger soll in Berlin das Leasingauto seines Bruders angezündet und damit eine Explosion in Berlin-Schöneberg ausgelöst haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann erhoben. Ihm werden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Brandstiftung und das Vortäuschen einer Straftat vorgeworfen.
Gemeinsam mit zwei weiteren Personen soll der Angeklagte im September vergangenen Jahres Benzin im Innenraum des Wagens angezündet haben. Dabei kam es zu einer Explosion, bei der der 23-Jährige selbst verletzt wurde. Zudem wurden drei weitere Fahrzeuge und eine benachbarte Feuerwache beschädigt.
Anschließend soll er Polizei und Feuerwehr mutmaßlich fälschlicherweise erzählt haben, unbekannte Maskierte hätten das Auto manipuliert. Er behauptete laut Anklage, als er in den Wagen einsteigen wollte, sei es zur Explosion gekommen.
Mögliches Motiv nach der Explosion
Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft hat der 23-Jährige die Tat inzwischen gestanden. Er habe angegeben, dass er hohe Kosten für das Fahrzeug vermeiden wollte. Zudem habe er seine Familie finanziell unterstützen wollen. Mit einer Explosion habe er demnach nicht gerechnet.
Der Mann wurde Anfang Oktober 2025 festgenommen und kam zunächst in Untersuchungshaft. Später wurde er wieder entlassen. Wann der Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten beginnt, ist noch offen.
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