Kugelhagel in Düsseldorf: Festnahme nach Mordanschlag auf Neffe von Drogenboss
Nach dem Mordanschlag auf den Neffen eines berüchtigten Drogenbosses in Düsseldorf ist ein weiterer Verdächtiger hinter Gittern. Die Polizei griff im niedersächsischen Hameln zu.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Zugriff sei bereits am Dienstag in Hameln erfolgt. Der 39-jährige Syrer sitze inzwischen wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Das 40-jährige Opfer war von sieben Kugeln getroffen worden, überlebte aber dank einer Notoperation.
Zuvor war bereits im Januar ein Verdächtiger festgenommen worden. Bei ihm soll es sich um den Halter des Fluchtwagens handeln, der aber wohl nicht, wie zunächst angenommen, am Tatort war. Ihm wird dennoch Beihilfe zu dem Mordversuch vorgeworfen.
Drei Festnahmen
Ein dritter Verdächtiger war im März in Gelsenkirchen festgenommen worden. Er soll ebenfalls geschossen haben und sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft. Wie die Ermittler dem Trio auf die Spur kamen, verriet der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.
Das Opfer hatte vor der Tat an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat in Düsseldorf teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert worden war. Der bekannte Drogenboss, der in den Niederlanden seit vielen Jahren im Gefängnis sitzt, wird auch als Pablo Escobar Europas bezeichnet.
Sein Neffe soll nach der Kundgebung in einem Taxi auf dem Rückweg zum Hauptbahnhof gewesen sein, als vor ihm zwei Männer aus einem Wagen sprangen und auf ihn geschossen wurde.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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