Wetter-Knall im Mai: Gewitterfront rollt über Deutschland – Wetterdienst warnt vor Sturzfluten
In einigen Teilen der Bundesrepublik fühlt sich der Wochenstart noch nach Frühsommer an, doch der Schein trügt. Schon am Montagnachmittag drohen Gewitter, Hagel und sogar Sturzfluten. Und danach folgt der Temperaturabsturz!
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Heftiger Wetter-Umschwung: Gewitterfront zieht am Nachmittag auf
- DWD warnt vor Unwettern: Starkregen, Hagel und Sturmböen bis 90 km/h möglich
- Kälte-Schock ab Dienstag: Temperaturen fallen teils auf nur noch 10 Grad
Nach dem frühsommerlichen Wochenende droht Deutschland nun ein drastischer Wetterumschwung. Zwar startet der Montag (04.05.2026) zunächst noch freundlich, doch hinter der ruhigen Fassade braut sich etwas zusammen. Während Hoch Uli nach Osten abzieht, rückt von Westen ein Tiefdruckgebiet an. Dadurch entsteht über der Mitte Deutschlands eine explosive Wetterlage: Warme, feuchte Mittelmeerluft trifft auf kalte Polarluft. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starkem Gewitter mit Hagel und Sturzfluten.
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Wetterdienst warnt vor Unwettern -Sturzflut-Gefahr durch ausgetrocknete Böden
"Wer morgens nur kurz aus dem Fenster schaut, ahnt davon nichts", erklärt Meteorologe Dominik Jung gegenüber "Bild". Die Temperaturen liegen zunächst bei angenehmen 19 bis 25 Grad, im Südosten und in der Lausitz sogar bei bis zu 28 Grad. Im Norden bleibt es mit 13 bis 19 Grad kühler. Doch am Nachmittag kippt die Lage komplett. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor kräftigen Gewittern, die sich von Nordrhein-Westfalen über Nordhessen bis in die Landesmitte ausbreiten. Dabei drohen innerhalb kurzer Zeit bis zu 25 Liter Regen pro Quadratmeter, kleinkörniger Hagel sowie Sturmböen bis 70 km/h. Lokal könne es sogar noch heftiger werden: Mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde sind möglich, insgesamt sogar bis zu 35 Liter. Auch südlich der Donau drohen Gewitter - dort sogar mit Sturmböen bis zu 90 km/h.
Wegen der extrem trockenen Böden im April könnten die Unwetter besonders gefährlich werden. "Trockene Böden plus Starkregen ist eine ungünstige Kombination", erklärt Dominik Jung. "Fällt nun plötzlich Starkregen auf den ausgedörrten Boden, läuft das Wasser oberflächlich ab statt zu versickern." Die Folge: Lokale Überschwemmungen und Sturzfluten, vor allem in Senken, Unterführungen und an kleinen Bächen.
Temperatursturz im Mai – Meteorologe spricht von "verfrühten Eisheiligen"
Und als wäre das nicht genug, folgt direkt die nächste Wetter-Kehrtwende. Ab Dienstag rauschen die Temperaturen deutlich nach unten:
- im Norden nur noch 10 bis 13 Grad
- im Süden zunächst 18 bis 22 Grad
- zur Wochenmitte verbreitet nur noch 10 bis 15 Grad
"Eine Art verfrühter Vorgriff auf die Eisheiligen", erklärt Dominik Jung. "Großer Regen kommt dann erst am Dienstag und dann wird es kühl, kaum noch 10 Grad", prophezeit Klimatologe Dr. Karsten Brandt.
Frühlingscomeback am Wochenende?
Der Kälteeinbruch ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits zum kommenden Wochenende um den 9. und 10. Mai steigen die Temperaturen wieder auf rund 20 Grad. Nach wenigen kühlen Tagen zeigt sich der Frühling wieder von seiner freundlichen Seite.
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bua/gom/news.de
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