Erst Frost, dann Sommer-Hitze: Wetter-Achterbahn trifft jetzt ganz Deutschland

Eiskratzen am Morgen, Sonnenbaden am Nachmittag: Das Wetter spielt völlig verrückt. Extreme Temperatursprünge bringen Deutschland ins Schwitzen und Frieren zugleich. Meteorologen sprechen von einer "krassen Achterbahn".

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Der Mai beginnt sommerlich. (Foto) Suche
Der Mai beginnt sommerlich. Bild: AdobeStock / ThomBal
  • Extreme Temperatur-Schwankungen: Bis zu 15 Grad Unterschied zwischen Nacht und Tag
  • Sommer-Feeling: Bis zu 27 Grad zum 1. Mai möglich
  • Höchste Waldbrandstufe im Süden – erste Gewitter im Anmarsch

Die Temperaturen fahren in Deutschland derzeit Achterbahn: Während das Quecksilber in den frühen Morgenstunden auf frostige Werte bis minus drei Grad abstürzt, klettert es tagsüber auf frühlingshafte 24 Grad am Oberrhein. Die Temperaturen schwanken innerhalb weniger Stunden um 15 Grad.

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"In den kommenden Tagen haben wir eine krasse Temperatur-Achterbahn", prognostizieren die Experten von "wetter.com". Der Grund für diese gewaltigen Schwankungen liegt buchstäblich in der Luft: "Die großen Schwankungen sind dadurch möglich, dass sich relativ wenige Wolken in der Atmosphäre befinden", erklärt Meteorologe Georg Haas gegenüber der "Bild". Ohne schützende Wolkendecke kann die Wärme nachts ungehindert entweichen, während sich die Luft tagsüber unter der Frühlingssonne rasch aufheizt. Besonders der Nordosten muss sich auf eisige Nächte einstellen, bevor dort im Tagesverlauf reichlich Sonnenschein wartet.

Temperaturen fahren Achterbahn

Der Wochenauftakt bringt im Osten und Süden Deutschlands zunächst strahlenden Sonnenschein, während im Nordwesten einige dichtere Wolkenfelder aufziehen. Die Höchstwerte erreichen am Montag (27.04.2026) zwischen 12 und 17 Grad im Norden sowie 19 bis 24 Grad im Süden. Nachts wird es jedoch erneut ungemütlich: Die Temperaturen sacken auf Werte zwischen null und acht Grad ab, im Nordosten droht örtlich sogar leichter Frost bis minus ein Grad.

Am Dienstag (28.04.2026) zeigt sich der Süden bewölkter, in Alpennähe sind nachmittags vereinzelt Schauer möglich. Nördlich des Mains dominiert hingegen die Sonne bei Temperaturen bis 23 Grad am Kaiserstuhl. Die Nacht zum Mittwoch kann im Norden und Osten bei klarem Himmel bis auf minus drei Grad abkühlen. Der Deutsche Wetterdienst rät Hobbygärtnern daher, empfindliche Pflanzen nachts weiterhin zu schützen und tagsüber regelmäßig zu gießen – nennenswerter Regen bleibt vorerst Mangelware.

27 Grad am 1. Mai 2026: Meteorologen erwarten Sommertag

Der Tag der Arbeit verspricht in diesem Jahr perfektes Ausflugswetter. Sämtliche Wettermodelle sind sich einig: Die zunächst befürchteten kühleren Luftmassen ziehen an Deutschland vorbei. Stattdessen strömt deutlich wärmere Luft als jahreszeitüblich heran, besonders im Westen des Landes. Am Maifeiertag (01.05.2026) können die Temperaturen entlang des Rheins auf sommerliche 25 bis 26 Grad klettern. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net spricht von einem "traumhaften Sommertag" mit bis zu 14 Stunden Sonnenschein. Ideale Bedingungen also für Radtouren, Wanderungen oder andere Aktivitäten im Freien.

Bereits am Donnerstag, dem letzten Apriltag, kratzt das Thermometer an der 25-Grad-Marke – dem offiziellen Kriterium für einen Sommertag. Am Freitag sind im äußersten Westen und Südwesten sogar bis zu 27 Grad möglich, während im Osten immerhin 20 Grad erreicht werden.

Höchste Waldbrandgefahr im Süden

Die anhaltende Trockenheit entwickelt sich zum ernsthaften Problem. Zum Tanz in den Mai erreicht die Waldbrandgefahr im Süden Deutschlands die höchste Warnstufe 5, wie der Deutsche Wetterdienst meldet. Im übrigen Land gilt Warnstufe 3 bis 4, lediglich im Norden bleibt es bei maximal Stufe 2. Verschärft wird die Lage durch einen bereits zu trockenen Winter und März. Meteorologe Dominik Jung warnt eindringlich: Grillen auf Wiesen oder gar im Wald könne "wirklich brandgefährlich werden im wahrsten Sinn des Wortes". Nennenswerter Regen ist bis zum Wochenende nicht in Sicht – höchstens ein paar Tropfen an den Alpen.

Erste Gewitter beenden die Schönwetterphase

Ab Samstag (02.05.2026) kündigt sich ein Wetterumschwung an. Von Westen her verdichten sich die Wolken, und entlang einer Linie von Ostfriesland bis zum Saarland können stellenweise kräftige Schauer und Gewitter niedergehen. Es könnten die ersten Unwetter des Jahres werden. Trotzdem bleiben die Temperaturen mit 16 bis 25 Grad im sommerlichen Bereich, im Rhein-Main-Gebiet sind sogar 25 Grad möglich.

Am Sonntag setzt sich das wechselhafte Muster fort: Während der Südosten anfangs noch Sonne genießt, ziehen im Rest des Landes zahlreiche Wolken auf. Immer wieder sind Schauer und teils kräftige Gewitter möglich. Die Temperaturen halten sich dennoch auf hohem Niveau zwischen 18 Grad an der Ostsee und 25 Grad an der Weinstraße. Für die neue Woche zeichnet sich ein wechselhafter, aber weiterhin milder Trend ab.

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