ÖPNV-Streik heute am 2.2.2026: Bus- und Bahnausfälle - Nahverkehr kommt zum Erliegen

Fahrgäste in zahlreichen deutschen Städten müssen sich am heutigen Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hatte im Rahmen von parallel laufenden Tarifverhandlungen für den Tag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei den Verkehrsunternehmen aufgerufen.

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Die Gewerkschaft Verdi ruft für Montag, 02.02.2026, zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. (Foto) Suche
Die Gewerkschaft Verdi ruft für Montag, 02.02.2026, zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Bild: dpa/Jens Büttner
  • Busse und Bahnen streiken heute am Montag, den 2. Februar 2026
  • Gewerkschaft Verdi ruft zur Arbeitsniederlegung: Öffentlicher Nahverkehr betroffen
  • Ausfälle in Berlin und weiten Teilen Deutschlands: Was Betroffene jetzt wissen müssen
  • Verkehrsbetriebe informieren über Ersatzfahrpläne und Alternativen

Die Gewerkschaft Verdi hat für den heutigen Montag einen flächendeckenden Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Rund 100.000 Beschäftigte in 150 kommunalen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben sind aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Die Gewerkschaft teilte bereits am Freitag in Berlin mit, dass der ÖPNV in den betroffenen Betrieben voraussichtlich "zum Erliegen kommt".

Verdi-Streik am 2.2.26: Wo fallen Busse und Bahnen am Montag aus?

Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Ausfälle und Verspätungen einstellen. In Hessen etwa sollen Beschäftigte in Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg bereits mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederlegen.

Von dem Warnstreik im Nahverkehr betroffen sind:

  • Nahezu alle 16 Bundesländer. 

Für Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfte es daher stressig werden - sie müssen trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen.

Muss mein Kind trotz Warnstreik im ÖPNV in die Schule?

Auch Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Fällt der Schulbus aus, gilt das auch nicht als Ausrede, dass das Kind nicht in der Schule erscheint. "Der Streik im Nahverkehr ändert nichts an der Schulpflicht", sagt Wilhelm Achelpöhler, Anwalt für Verwaltungsrecht. Wegen eines einzelnen Tages werde zwar wohl kaum ein Schulträger ein Problem daraus machen, so die Vermutung des Anwalts. "Aber streng genommen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, für die theoretisch ein Bußgeld verhängt werden könnte. Das ist eine Ermessenssache."

Hier wird am 02.02. nicht gestreikt

Lediglich Niedersachsen ist den Angaben nach zunächst vom Verdi-Warnstreik ausgenommen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten dort gelte noch die Friedenspflicht.

Bahn- und Busausfall bei der BVG in Berlin - Ersatzfahrpläne und Alternativen

Auch in Berlin soll der Tram, Bus und U-Bahnverkehr ganztägig bestreikt werden.

Fahrgäste können sich bundesweit an die zuständige Verkehrsgesellschaft wenden, um etwaige Fahrplanänderungen oder Ersatzverkehr einzusehen. In der Regel informieren die Verkehrsbetriebe online über Störungen, Fahrplanänderungen oder Ausfälle. In jedem Fall ratsam ist es, im Vorfeld abzuklären, ob eine alternative Fahrmöglichkeit besteht.

Deutsche Bahn nicht betroffen - Regionalzüge fahren trotz Warnstreik weiter

Eine Möglichkeit wäre der Umstieg auf die Regionalzüge der Deutschen Bahn. Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen. "Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen", teilte der bundeseigene Konzern mit.

Warum streikt Verdi am Montag im öffentlichen Nahverkehr?

Im Zentrum des Tarifkonflikts stehen die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Die Gewerkschaft setzt sich für eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie kürzere Schichten ein. Zudem fordert Verdi längere Erholungsphasen zwischen den Diensten und bessere Vergütungen für Einsätze in der Nacht sowie an Wochenenden.

Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert erklärte z.B. gegenüber t-online.de: "Wir akzeptieren nicht, dass die kommunalen Arbeitgeber die Beschäftigten mit der ständigen Androhung von Leistungskürzungen und Preiserhöhungen für Fahrgäste erpressen wollen."

Die Arbeitgeberseite habe sich in den bisherigen Verhandlungsrunden jedoch kaum bewegt, kritisiert die Gewerkschaft. Nahezu sämtliche Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen seien abgelehnt worden. Diese Verweigerungshaltung sei der Grund für den nun angekündigten Warnstreik.

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