Unwetter-Fahrplan für 08.01.2026: Extrem-Winter schlägt heute zu - hier herrscht Lebensgefahr
Eisige Temperaturen, Schnee und Sturm – Deutschland droht extremes Winterwetter. In den kommenden Tagen drohen glatte Straßen, Schneeverwehungen und teils zweistellige Minusgrade. Der Deutsche Wetterdienst schlägt Alarm, hauptsächlich für Autofahrer und Fußgänger.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Orkantief Elli am Freitag: Unwetter mit Sturm, Schnee und Eisregen
- Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee in wenigen Stunden möglich
- Behörden warnen vor Lebensgefahr – Hamburg hebt Streusalzverbot auf
Der Winter bleibt gnadenlos: An den nächsten Tagen muss weiterhin mit Dauerfrost, glatten Straßen und Schneeverwehungen gerechnet werden. Für Freitag kündigt sich landesweit ein schwerer Sturm an. Meteorologen warnen bereits vor Unwetter mit Gefahren für Leib und Leben. Welche Regionen besonders betroffen sind, erfahren Sie hier.
Mildere Luft trifft auf Kälte – neue Schneefälle breiten sich aus
Deutschland gelangt zunehmend in den Einflussbereich atlantischer Tiefdruckgebiete und deren Ausläufer. Zunächst ist noch kalte Polarluft wetterwirksam. Das ändert sich jedoch zum Wochenende.
Ab Donnerstag (08.01.2026) strömt deutlich mildere Atlantikluft in die Bundesrepublik. Im Norden und Osten herrscht jedoch weiterhin die kalte Polarluft vor. Am Nachmittag müsse von Südwesten nahezu landesweit mit erneuten Schneefällen gerechnet werden. In der Nacht breiten sich die weißen Flocken nach Nordwesten bis zur Elbe aus. Der DWD erwartet Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern. Zudem mache sich am Abend bereits Sturmtief Elli bemerkbar.
"In Hamburg, Schleswig-Holstein, Ostdeutschland und Niedersachsen erwartet uns regelrechter Dauerschneefall mit fünf bis zehn, vereinzelt sogar fünfzehn Zentimetern Neuschnee innerhalb von sechs Stunden. Das ist eine Extremlage", warnt Meteorologe Karsten Brandt gegenüber der "Bild". "Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause. Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr!" Es werde mit erheblichen Behinderungen im Straßen- und Banhverkehr gerechnet.
Freitag wird zum gefährlichsten Tag – Orkan und Schneesturm
Seinen Höhepunkt erreicht der Sturm jedoch erst am Freitag (09.01.2026). Dann herrscht verbreitet Lebensgefahr. Im Südwesten und Norden müsse mit Sturmböen gerechnet werden, im Bergland und an der Küste sogar mit Orkanböen. Außerdem drohen im Norden und im Bergland kräftige Schneefälle mit teils starken Verwehungen. "Es gibt massiven Schneefall im Norden und Osten Deutschlands mit mehreren Zentimetern Neuschnee. Dazu einen saustarken Wind. Der Schnee verweht, wird immer wieder aufgewirbelt. Man sieht kaum noch etwas, nur noch Weiß", warnt Brandt gegenüber der "Bild". Derartiges Wetter kann lebensgefährlich werden. In NRW, Hessen und dem Saarland "warne ich explizit vor Lebensgefahr durch massiven Neuschnee von bis zu 40 Zentimetern, den die Modelle von Freitag bis Samstagmorgen zeigen. Es kann extreme Verwehungen geben. Das sind Bedingungen, die haben wir in Deutschland sonst eigentlich nie", sagt Brandt weiter. Doch auch in Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kann es gefährlich werden. Autofahrer könnten in Schneeverwehungen stecken bleiben. "Zu Fuß kann man die Orientierung verlieren und einschneien. Man kühlt sofort aus, verliert die Kraft und erfriert. In den Mittelgebirgen kann es in Wäldern durch Schneelast und Sturm zudem Windbruch an Bäumen geben. Auch Stromausfälle sind möglich", ergänzt der Wetter-Experte. "Die Warmluft bleibt im Südwesten stecken. Am Ende setzt sich die Kaltluft wieder durch. Es ist eine ganz komplexe Wetterlage. Ich würde empfehlen, nicht die Autobahn zu benutzen." Der DWD warnt vor Unwetter durch Schnee, Verwehungen und Glatteis durch gefrierenden Regen, man spricht auch von Eisregen. Obendrein drohe im Bergland Dauerregen.
In Hamburg hat die Verkehrsbehörde angesichts der heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren und dem ständigen Wechsel von Tau- und Frostzeiten bereits das Verbot von Streusalz auf Gehwegen bis zum 21. Januar aufgehoben.
Am Samstag (10.01.2026) werde besonders im Bergland teils kräftige Schneefälle mit 5 bis 10, an den Alpen und im Schwarzwald 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee gerechnet. Am Sonntag (11.01.2026) soll sich das Wetter wieder beruhigen. Jedoch werde es nachts mit strengem Frost äußerst kalt.
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bua/bos/news.de/dpa
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