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Teenie-Mord in Salzgitter: Tatmotiv Feindschaft! Anastasia (15) wurde offenbar erstickt

Bis vor kurzem gingen die drei Jugendlichen noch gemeinsam zur Schule. Jetzt ist ein 15-jähriges Mädchen tot - zwei Mitschüler (13 und 14) stehen unter Verdacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass Anastasia erstickt wurde. Das Tatmotiv: Feindschaft!

Salzgitter steht unter Schock: Zwei Teenager (13 und 14) sollen Anastasia erstickt haben. Bild: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Nach dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Anastasia in Salzgitter (Niedersachsen) hoffen die Ermittler, dass die für Donnerstag erwarteten Ergebnisse der Obduktion weitere Erkenntnisse zum Tathergang liefern. Nach "Bild"-Informationen wurde das Mädchen erstickt. Verdächtig sind zwei Mitschüler. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass die beiden 13 und 14 Jahre alten Jugendlichen das Mädchen am Sonntag getötet haben.

Anastasias Leiche lag hinter einem Supermarkt: Haftbefehl gegen 14-Jährigen erlassen

Beamte hatten den Leichnam der 15-Jährigen am Dienstag in einer Grünanlage in Salzgitter-Fredenberg entdeckt, direkt hinter einem Supermarkt. Das Mädchen mit russischen Wurzeln war seit Sonntag vermisst worden. Am Mittwoch informierten die Strafverfolger dann über den Mordverdacht. Für den 14-Jährigen wurde demnach ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt, eine Inhaftierung des 13-Jährigen war wegen der Strafunmündigkeit nicht möglich. Wie "Bild" erfahren haben will, soll es sich bei den beiden Jugendlichen um Deutsch-Russen handeln.

Tatmotiv Feindschaft! Anastasia und ihre mutmaßlichen Mörder gingen auf dieselbe Schule

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mord aus niedrigen Beweggründen aus, wie Behördensprecher Hans Christian Wolters sagte. Hinweise auf eine Sexualstraftat gebe es zunächst nicht. Das Motiv sei noch nicht endgültig geklärt, liege nach ersten Erkenntnissen aber "im persönlichen Bereich". Es soll eine Art Feindschaft gegeben haben, berichtet die "Bild". Die 15-jährige Anastasia und ihre mutmaßlichen Mörder kannten sich, gingen auf dieselbe Schule, heißt es.

Bericht: Dritter Junge wurde offenbar Zeuge von Verbrechen

Zudem habe die Polizei einen dritten Jugendlichen festgenommen. Laut "Bild" wurde er wenig später wieder frei gelassen, da er nicht als Täter beschuldigt wurde. Vielmehr soll auch er Opfer der mutmaßlichen Täter gewesen sein. Dem Bericht nach sollen die beiden Teenager den Jungen dazu gezwungen haben, den Mord an Anastasia anzuschauen.

13-jähriger Tatverdächtiger kann nicht strafrechtlich nicht belangt werden

Mit weiteren Informationen hielten sich die Ermittler zunächst zurück. Auf die Frage etwa, wie die beiden Verdächtigen so schnell in den Fokus gerieten, wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Die Spurensuche am Fundort und Zeugenbefragungen wurden am Mittwoch fortgesetzt. Entscheidungen über den weiteren Umgang mit dem 13-Jährigen waren bis Mittwochabend nicht bekannt. Im Gespräch mit "Bild" erklärte Strafverteidigerin Dr. Birgit Schwerdt: "13-Jährige können strafrechtlich nicht belangt werden. Trotzdem wird gegen sie ermittelt. Bei so einem Verdacht wird das Jugendamt informiert, die familiären Verhältnisse werden überprüft. Und entschieden, ob er in eine geschlossene Unterkunft gebracht wird."

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sba/news.de/dpa