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Fataler Ärztefehler: Einfach vertauscht! Frau bringt falsches Baby auf die Welt

Was eine Frau aus Kalifornien erlebte, schockiert. Sie trug neun Monate das falsche Baby in sich. Ärzte aus einer Fruchtbarkeitsklinik vertauschten ihren Embryo mit dem einer anderen Frau. Jetzt hat die Mutter die Klink verklagt. 

Eine Frau bringt ein falsches Baby auf die Welt. Bild: AdobeStock/ khomich (Symbolfoto)

Daphna Cardinale und ihr Mann Alexander aus Kalifornien wollten noch ein zweites Kind. Auf natürlichem Weg klappte es nicht. Deshalb ließ die Amerikanerin ihre Eizellen mit dem Sperma ihres Partners in einer Fruchtbarkeitsklinik befruchten. Es funktionierte und sie bekam im September 2019 ein Mädchen. Doch die Freude verwandelte sich schnell in Traurigkeit, denn sie trug neun Monate ein falsches Baby in sich, wie "Daily Beast" berichtete

Embryos vertauscht: Frau bringt falsches Baby auf die Welt

Für Daphne und Alexander brach eine Welt zusammen, als sie nach fast drei Monaten den Tausch bemerkten, "Ich wurde von Gefühlen der Angst, des Verrats, der Wut und des Herzschmerzes überwältigt. Ich wurde der Möglichkeit beraubt, mein eigenes Kind auszutragen. Ich hatte nie die Möglichkeit, während der Schwangerschaft mit ihr zu wachsen und eine Bindung zu ihr aufzubauen, ihre Tritte zu spüren", sagte Daphne.

Das California Center for Reproductive Health hatte die Embryonen von den Cardinales und einem anderen Paar vertauscht und den Frauen die fremden befruchteten Eizellen eingesetzt. Beide Frauen bekamen kurze hintereinander ein Mädchen. Erst DNA-Tests bestätigten, dass beide Familien ein falsches Baby hatten.

Fataler Ärztefehler: Eltern verklagen Fruchtbarkeitsklink nach Embryonentausch

Die Cardinales verklagen nun die Fruchtbarkeitsklinik wegen des Betrugs, des Vertragsbruchs, des ärztlichen Kunstfehlers und der Fahrlässigkeit. Auch die andere Familie will Klage einreichen. "Die Cardinales verliebten sich in dieses Kind und hatten Angst, dass es ihnen weggenommen werden würde. Die ganze Zeit über wussten Alexander und Daphne nicht, wo sich ihr eigener Embryo befand", heißt es in der Klage der Cardinales.

Obwohl es für die Cardinales schwer war, das kleine Mädchen ihren biologischen Eltern zurückzugeben, tauschten sie die Kinder im Januar 2020 zurück. Beide Eltern wollen aber in Kontakt bleiben, sodass sie die Mädchen zusammen aufwachsen können.

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bos/loc/news.de

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