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Tödlicher Behandlungsfehler: Frau stirbt nach Geburt, weil Hebammen Hirnblutungen nicht erkannten

Ein Behandlungsfehler kostete eine gebärende Frau das Leben. In Cambridge wurden bei einer schwangeren Frau die Anzeichen für eine Hirnblutung nicht erkannt. Sie starb nach der Geburt an den Folgen der Blutungen. 

Bei einer schwangeren Frau wurden Hirnblutungen nicht erkannt. Sie starb nach der Geburt an den Folgen (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ Gorodenkoff

Claire Morton (31) erwartete im April 2019 ihr Baby. Doch es gab Komplikationen. Sie hatte starke Kopfschmerzen, aber die Hebammen überprüften ihren hohen Blutdruck nicht. Kurz nach der Geburt starb sie an Hirnblutungen, die vorher nicht erkannt wurden. Darüber berichtete die "Daily Mail".

Hebammen erkennen Eklampsie und Gerinnungsstörung bei Schwangerer nicht - tot

Claire Morton ging für die Geburt in das Rosie Hospital in Cambridge. Kurz nach ihrer Einlieferung hätten die Hebammen den Blutdruck messen und mit früheren Werten der Patientin vergleichen müssen. Zudem ist es üblich, einen modifizierten Frühwert zu berechnen. Dadurch wäre bei Claire erkannt worden, dass sie an einer schwangerschaftsbedingten Eklampsie und am HELLP-Syndrom, einer seltenen Leber- und Blutgerinnungsstörung, stellte die Gerichtsmedizin. Erst später am Abend registrierte das Personal weitere Blutdruckwerte, die "deutlich erhöht" waren. Doch für die werdende Mutter kam jede Hilfe zu spät: Nach der Geburt ihrer kleinen Tochter, die nun ohne ihre Mama aufwachsen muss, starb Claire Morton an den Folgen der Hirnblutung.

Schwangere an Hirnblutung gestorben! Krankenhaus untersucht den Fall

Lorraine Szeremeta, die leitende Krankenschwester der Cambridge Hospitals Trust, entschuldigte sich "vorbehaltlos" bei Claire Mortons Familie."Als Reaktion auf diesen Vorfall hat der Trust umgehend eine umfassende Überprüfung von Claires Pflege eingeleitet und sofortige Schritte zur Stärkung der bestehenden Prozesse unternommen." Der Trust will jetzt Schulungs- und Ausbildungsprogramme für das Geburtspersonal verbessern und zusätzliche Sicherheitskontrollen einführen.

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bos/loc/news.de