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Schock-Taten in Afghanistan: Hand ab oder Kopfschuss! Taliban planen abartige Hinrichtungen

Wie brutal werden die Taliban ihre Gesetze umsetzen? Der Gründer der Terrormiliz sprach jetzt in einem Interview über die Pläne der Terrorgruppe, die erschaudern lassen. Denn sie wollen alte Bestrafungsmethoden wieder einführen.

Die Taliban wollen wieder frühere Bestrafungsmethoden anwenden. Bild: picture alliance/dpa | Oliver Weiken

Nachdem die Taliban am 15. August die Macht in Afghanistan übernommen haben, bangen Regierungen weltweit, was die militant islamistische Terrorgruppe für Gräueltaten planen könnte. Der Gründer der Taliban Mullah Nooruddin Turabi gab jetzt zu, dass frühere Bestrafungspraktiken wieder eingeführt werden sollten.

Taliban-News: Terrorgruppe schockt mit Hinrichtungen und Amputationen von Straftätern

Öffentliche Hinrichtungen oder Agenten, die auf der Straße erschossen wurden, sorgten jüngst für Schlagzeilen in den Medien. Mit diesen brutalen Praktiken knüpften die Terroristen an die Vergangenheit an. Als die Taliban in den 1990er Jahren in dem Land am Hindukusch die Bevölkerung terrorisierte, veranstalteten sie widerliche Ermordungen im Stadion in Kabul oder auf dem Gelände der weitläufigen Eid-Gah-Moschee. Die Familien von verurteilten Mördern wurden gedrängt, ihre Angehörigen zu erschießen oder "Blutgeld" zu zahlen, damit sie am Leben blieben. Der abartigen Tortur wohnten hunderte Männer bei. Dieben wurden die Hände oder ein Fuß amputiert. Diese Hinrichtungen fanden aber selten öffentlich statt.

Taliban-Gründer packt aus: Abartige Hinrichtungsmethoden als Abschreckung geplant

Genau diese Praxis wollen die Taliban jetzt wieder durchsetzen, sagte Mullah Nooruddin Turabi im Interview mit der Associated Press. "Das Abhacken der Hände ist für die Sicherheit sehr wichtig", sagte er und meinte, es habe eine abschreckende Wirkung. Er sagte, das Kabinett prüfe, ob die Strafen öffentlich vollstreckt werden sollten, und werde "eine Politik entwickeln".

Taliban setzen Gesetze nach dem Koran um

Der Taliban-Führer und frühere Justizminister Afghanistans gilt als Hardliner. Er hat in den 1990er Jahren Kriminelle hart bestraft. Aktuell ist er für die Gefängnisse im Land zuständig. Dass die Taliban nun wieder auf diese Methoden zurückgreifen, findet er richtig, um so die Menschen vor Straftätern zu schützen.

Er warnte, dass sich die Welt nicht in die Angelegenheiten der Taliban einmischen soll. "Alle haben uns für die Strafen im Stadion kritisiert, aber wir haben nie etwas über ihre Gesetze und ihre Strafen gesagt. Niemand wird uns sagen, wie unsere Gesetze aussehen sollen. Wir werden dem Islam folgen und unsere Gesetze auf der Grundlage des Korans machen", sagte Mullah Nooruddin Turabi.

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bos/loc/news.de

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