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Schock-Vorfall in Afghanistan: Taliban richten Mutter (30) mit Baby im Arm hin

Die Taliban sind dafür bekannt, andere Ansichten als die ihren nicht zu tolerieren. Berichten zufolge soll die islamistische Terrorgruppe nun eine Mutter hingerichtet haben, weil diese an einem Protestmarsch teilgenommen hatte. Als die Taliban auf die junge Frau schossen, hielt sie ihr sechs Monate altes Baby im Arm.

Die Taliban sollen eine junge Mutter mit Kind im Arm getötet haben. Bild: dpa

Seit die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, herrschen hier Angst und Schrecken. Andere Meinungen werden nicht toleriert und vor allem Frauen werden terrorisiert. Wie grausam die islamistische Terrorgruppe bei der Durchsetzung ihrer Interessen vorgeht, zeigt ein aktueller Vorfall in der afghanischen Stadt Ghazni.

Taliban-Kämpfer töten Mutter mit Baby im Arm

Wie aktuell der britische "Daily Star" berichtet, haben die Taliban hier am 11. September eine Mutter brutal erschossen. Nachdem Farwa, so der Name der jungen Frau, Schreie auf der Straße gehört hatte, sei sie mit ihrem sechs Monate alten Baby im Arm und ihrem dreijährigen Sohn an der Hand nach draußen gelaufen, um der Person zu helfen. Wenig später fallen Schüsse und die 30-Jährige ist tot. Hingerichtet von den Taliban.

Islamistische Terrorgruppe richtet Frau hin - Familie will sich rächen

Seitdem sinnt die Familie von Farwa nach Rache. Ihr Bruder Rohullah Hossaini, der bereits 2012 aus Afghanistan geflohen ist und seitdem in Australien lebt, erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal "news.com.au", dass Farwas Geschwister außer sich seien vor Wut: "Wir wissen nicht, wer auf meine Schwester geschossen hat, aber sie sind so wütend, dass sie überall hinlaufen, um zu versuchen, Kämpfe zu beginnen und herauszufinden, wer es getan hat. Aber jetzt ist nicht die Zeit, sich zu rächen."

Junge Mutter von Taliban getötet, weil sie an einem Protest-Marsch teilnahm

Warum die junge Mutter dreier Kinder getötet wurde, ist nicht klar. Doch Spekulationen zufolge haben die Taliban Farwa hingerichtet, weil sie wie viele andere Afghanen auch an einer Protestkundgebung teilgenommen hatte. Farwas Familie ist nach dem Mord sogar zu den Taliban gegangen und hat nach einer Erklärung verlangt. Die Taliban hätten daraufhin gefragt, ob sie zu diesem Marsch auf der Hauptstraße gegangen. Als Farwas Familie dies bejahte, erklärten die Taliban, sie sollen in Zukunft nicht wieder dorthin gehen.

Frauen und junge Mädchen besonders bedroht durch Taliban-Kämpfer

Vor dem Machtwechsel hatten die Taliban einen friedlichen Machtwechsel versprochen. Doch dieses Versprechen hat die islamistische Terrorgruppe bereits mehrfach gebrochen. Zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Morde wurden in den letzten Wochen bereits begangen. Vor allem Frauen und junge Mädchen sind in Gefahr.

Viele Afghanen befürchten nun eine Rückkehr zum brutalen Regime, welches bei derersten Taliban-Herrschaft von 1996 bis 2001 herrschte. Anfang des Monats soll in der Hauptstadt der zentralen Provinz Ghor, Firozkoh, eine schwangere Polizistin von Taliban-Kämpfern erschossen worden sein.

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fka/sig/news.de