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Amoklauf in Russland News aktuell: Zahl der Verletzten steigt! Mann schießt an Uni um sich und tötet 8 Menschen

Erschütternde Nachrichten aus Russland. An einer Universität in der Stadt Perm hat ein Mann um sich geschossen. Aktuellen Medienberichten zufolge sind dabei acht Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden.

In Russland hat ein Mann um sich geschossen. Bild: AdobeStock/ Семен Саливанчук (Symbolbild)

Ein Mann hat in der russischen Stadt Perm am Ural in einer Universität um sich geschossen und mehrere Menschen getötet.

Amoklauf in Russland: Mann schießt an Universität in Perm um sich und tötet 8 Menschen

Es gebe acht Tote und rund 20 Verletzte, teilten die Ermittler am Montagvormittag der Agentur Interfax zufolge mit. Der Angreifer wurde nach Angaben der Hochschule getötet. Über das Motiv des Täters war zunächst nichts bekannt. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

Schock-Videos aus Russland: Menschen springen aus Fenstern, um Amokschützen zu entkommen

Auf Videos im sozialen Netzwerk Telegram war zu sehen, wie Menschen aus Fenstern sprangen. Im Inneren des Gebäudes in der Stadt rund 1.200 Kilometer östlich von Moskau verbarrikadierten Studenten mit Stühlen und Tischen die Türen. Sie waren aufgefordert worden, sich in den Hörsälen einzuschließen. Dozenten hatten sich eigenen Angaben zufolge vor dem maskierten Mann in ihren Büros verschanzt.

Wladimir Putin bekundet Beileid nach Amoklauf an Uni

Präsident Wladimir Putin drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge sagte. Regierungschef Michail Mischustin wies die Minister für Gesundheit und Bildung an, in das rund 1200 Kilometer östlich von Moskau entfernte Perm zu fliegen, um die Universität zu unterstützen.

Bundesregierung ist bestürzt nach Amoklauf in Russland

Auch die Bundesregierung zeigte sich bestürzt über die tödlichen Schüsse. «Das ist eine grauenvolle Tat», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. «Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme sind bei den Angehörigen der Ermordeten und natürlich bei denen, die jetzt in den Krankenhäusern mit den Folgen ringen.»

Amokläufer kündigte Tat im Netz an

Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Täter um einen jungen Mann, der seine Tat zuvor in den sozialen Netzwerken angekündigt hatte. Ein klares Motiv nannte er demnach nicht.

Es ist nicht der erste tödliche Überfall auf eine Bildungseinrichtung in Russland. Im Mai hatte ein 19-Jähriger neun Menschen in einer Schule in Kasan in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Der Mann wurde wegen Mordes festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. 2018 hatte ein 18 Jahre alter Berufsschüler in der Stadt Kertsch auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim um sich geschossen und einen Sprengsatz gezündet. Dabei starben 20 Menschen.

Nach dem Amoklauf in der Stadt Kasan rund 720 Kilometer östlich von Moskau gab es Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle von Waffenbesitzern - etwa nach einer elektronischen Datenbank, in der ärztliche Untersuchungen vermerkt werden. Überprüft werden sollten demnach etwa auch die psychologische Eignung und ein möglicher Drogenkonsum. Ministerpräsident Mischustin hatte angekündigt, auch die Sicherheitsvorkehrungen an den Schulen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. Das gelte auch für Ferienlager.

Zahl der Verletzten nach Amoklauf an russischer Universität gestiegen

Die Zahl der Verletzten nach dem Amoklauf an einer Universität in der russischen Stadt Perm am Ural ist auf 37 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Region vom Mittwoch (22.09.2021) sind darunter Betroffene, die sich erst später an Ärzte gewandt haben und nun ambulant behandelt werden. Zwölf Verletzte liegen demnach in Kliniken in Perm, sieben Schwerverletzte in der Hauptstadt Moskau.

Die Zahl der Verletzten war zunächst mit mehr als 20 angegeben worden. Allein in den Krankenhäusern in Perm haben rund 100 Ärzte Verletzte nach der Gewalttat operiert. Den Zustand des Schützen, der bei seiner Festnahme schwer verletzt wurde, beschrieb die regionale Gesundheitsministerin Anastassija Kruten als äußerst kritisch. Ihm sei ein Teil eines Beins amputiert worden. Er hatte seine Tat zuvor im Internet angekündigt und erklärt, keinerlei Ideologien zu verfolgen. Gegen ihn wird ermittelt.

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fka/news.de/dpa

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