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Coronavirus-News aktuell: Pandemie-Ende oder nächste Todes-Seuche? Kassenärzte-Chef wagt Prognose

Eineinhalb Jahre Leben mit dem Coronavirus schlaucht. Viele sind gestorben, manche sind pleite, andere psychisch belastet. Und wohl alle fragen sich, wann die tödliche Pandemie ein Ende hat. Haben wir es bald ausgestanden oder droht die nächste Todes-Seuche?

Wann haben wir die Corona-Pandemie ausgestanden? Bild: AdobeStock/ James Thew (Symbolbild)

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie fragen sich viele Menschen erschöpft: Wie lange noch? Vielleicht noch ein halbes bis Dreivierteljahr, meint der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). "Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona", sagte Andreas Gassen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden."

Corona-Pandemie-Ende 2022 - Impfstoffe für Kinder unter 12 erwartet

Der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Florian Hoffmann, rechnet ab 2022 mit Impfstoffen auch für Säuglinge. "Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen", sagte der Kinderarzt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Aktuell liefen verschiedene Studien von Biontech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen. Einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren erwarte er bereits Ende dieses Jahres, so Hoffmann. Diese Gruppe werde voraussichtlich eine reduzierte Impfstoffdosis bekommen.

Gassen sagte aber auch, im Herbst würden die Infektionszahlen noch einmal steigen. Die Zahl schwerer Erkrankungen werde allerdings deutlich unter der des letzten Winters bleiben.

4. Corona-Welle in Deutschland - steigende Infektionszahlen im Herbst 2021 erwartet

Der Sieben-Tage-Wert der Covid-19-Krankenhausaufnahmen je 100.000 Einwohner steigt seit Wochen langsam an. Am Mittwoch gab das Robert Koch-Institut (RKI) ihn mit 1,81 an. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der Wert spiegelt die Infektionslage aber nur merklich verzögert wider, da zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung im Schnitt zehn Tage vergehen.

Ende der Corona-Pandemie 2022: Diskussion über Auffrischungsimpfungen

Inzwischen haben viele Bundesländer mit Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte begonnen. In der Regel ist es für sie die dritte Corona-Spritze, zu verabreichen frühestens nach sechs Monaten. Ärztepräsident Klaus Reinhardt kritisierte das Vorpreschen ohne eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Zwar spreche theoretisch einiges für eine solche sogenannte Boosterimpfung, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). Es fehlten aber noch aussagekräftige Studien, ob, für wen und wann sie nötig sei. "Da ist also von der Politik eine Erwartungshaltung bei den Patienten geschürt worden, die viele Ärztinnen und Ärzte ohne eine wissenschaftlich fundierte Impfempfehlung nicht bedienen wollen."

Virus-Warnung vor nächster Todes-Seuche im Jahr 2078 nach Corona

Doch während sich KV-Chef Gassen optimistisch zeigt, dass die Corona-Pandemie im nächsten Jahr ausgestanden ist, warnen Wissenschaftler aktuell vor der nächsten Todes-Seuche. Laut ihrer Vorhersage könnte der nächste tödliche Virus-Ausbruch bereits im Jahr 2078 auftreten. DieWahrscheinlichkeit potenziell tödlicher Pandemien wird sich den Experten zufolge in den nächsten 60 Jahren verdreifachen.

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fka/bua/news.de/dpa