Uhr

Tragischer Arbeitsunfall in Coventry: Ohr und Haut abgerissen! Frau bleibt mit Haaren in Bohrmaschine hängen

In einer Firma in Coventry hat sich ein tragischer Unfall ereignet. Eine Frau verfing sich mit ihrem Pferdeschwanz in einer Bohrmaschine. Dabei wurde ihr Ohr abgerissen. Jetzt wurde ihr Arbeitgeber verurteilt. 

Frau bleibt in Bohrmaschine hängen und verliert ihr Ohr. (Symbolfoto) Bild: AdobeStock/ monticellllo

Anna Mielewczyk (25) Leben ist nicht mehr so, wie es war. Nach einem Arbeitsunfall bei der Firma P&D Engineering Ltd in Coventry fehlt ihr ein Ohr und ihr wurde Haut "wie ein Klebeband" abgerissen. Dabei hätte der Unfall verhindert werden können, sagen Experten. Ihr Arbeitgeber wurde jetzt verurteilt, wie unter anderem der "Daily Mirror" berichtete.

Achtung, der Artikel enthält explizite Beschreibungen von dem Unfall.

Schrecklicher Arbeitsunfall in Coventry: Frau bleibt in Bohrmaschine hängen

Am 10. September 2019 arbeitete Anna Mielewczyk an einer Bohrmaschine, als sie plötzlich einen lauten Knall hörte und sich zu dem Geräusch drehte. "Mein Haar muss sich in einem der Bohrer verfangen haben, denn er begann, ziemlich heftig an meinem Kopf zu ziehen. In meiner Verzweiflung und Panik versuchte ich, meine Haare aus dem Bohrer zu ziehen, indem ich mich an meinem Pferdeschwanz festhielt, aber die Maschine drehte sich so schnell, dass ich nichts tun konnte, um ihr zu widerstehen", erinnert sie sich im Gespräch mit dem "Daily Star".

Frau verliert nach Unfall linkes Ohr

"Ich konnte den Griff nicht erreichen, um sie auszuschalten, und hörte das schreckliche Geräusch, als würde mir die Haut vom Kopf gerissen, wie ein Klebeband, das von der Haut abgezogen wird. Dieses Geräusch werde ich nie vergessen", sagte sie. Sie rief verzweifelt um Hilfe, aber niemand hörte sie. "Ich dachte daran, dass ich meinen Partner und meine Familie nie wieder sehen würde, und verlor das Bewusstsein", erzählt Anna. Seit dem Unfall wurde sie neunmal operiert. Ihr linkes Ohr konnten die Ärzte nicht retten. Bilder zeigen sie mit Verband, Narben und Partien, an denen die Haut abgetragen wurde. 

Arbeitgeber zu Geldstrafe verurteilt

"Mein Leben ist durch das, was mir passiert ist, zerstört worden, aber mein Arbeitgeber kommt mit einer Geldstrafe von 62.000 Pfund davon. Was ist das für eine Gerechtigkeit", sagt sie nachdem ein Gericht ihren Arbeitgeber wegen fehlender Schutzvorkehrungen verurteilte. P&D Engineering Limited bekannte sich des Verstoßes gegen Abschnitt 2 (1) des Gesetzes über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. "Dieser Vorfall hätte so leicht vermieden werden können, wenn man einfach die richtigen Kontrollmaßnahmen und sicheren Arbeitsverfahren angewandt hätte", sagte die HSE-Inspektorin Charlotte Cunniffe nach der Anhörung.

Die früher so lebensfrohe Frau traut sich nun nicht mehr das Haus zu verlassen, so viel Angst hat sie. "Dieser Fall sollte eine deutliche Warnung an alle Arbeitgeber sein, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass ein weiterer Vorfall wie dieser das Leben anderer Menschen ruiniert", sagte Ben Posford, Annas Anwalt nach der Urteilsverkündung. Er betonte, dass er weiterhin versucht für seine Mandantin Gerechtigkeit vor Gericht nach dem Urteil einzufordern. 

Schon gelesen? Horror-Tod! Mitarbeiterin in Fleischwolf gezogen - tot

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bos/news.de

Themen: