22.06.2021, 13.15 Uhr

Corona-Impfung aktuell: Risiko von Herzmuskelentzündung nimmt bei Kindern nach Covid-Impfung zu

Neue Daten aus den USA bestätigen einen Verdacht, der sich schon zuletzt erhärtet hatte. Auch bei Kindern kann eine Corona-Impfung zu einer Herzmuskelentzündung führen. Weshalb das trotzdem noch kein Grund zur Panik ist, lesen Sie hier.

Auch bei Kindern kann eine Corona-Impfung zu einer Herzmuskelentzündung führen. Bild: dpa

Über die zahlreichen Nebenwirkungen einer Corona-Impfung wird beinahe täglich berichtet. Erst kürzlich klagten mehrere Frauen über stärkere Schmerzen und Blutungen während ihrer Menstruation. Jetzt zeigen neue Daten wissenschaftlicher Studien aus den USA, dass auch mit dem Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer ein nicht unerhebliches Risiko einhergehen könnte.

Corona-Impfung von Kindern: Myokarditis-Risiko bei Biontech/Pfizer

Demnach wird aus den USA berichtet, dass eine steigende Anzahl an Fällen von Herzmuskelentzündungen in Zusammenhang mit der Impfung von Comirnaty von Biontech/Pfizer gemeldet wird. Betroffen sind davon vor allem junge Männer. Sie können demnach ein erhöhtes Risiko einer Myokarditis aufweisen. Die Daten scheinen mit den Erkenntnissen israelischer Wissenschaftler übereinzustimmen, die zu einer ähnlichen Erkenntnis gelangt sind.

Corona-Impfung mit Biontech/Pfizer: Fälle von Herzmuskelentzündungen nehmen zu

Gleichwohl muss man ergänzen, dass es sich um seltene Fälle mit mildem Verlauf handelt. Ein Grund zur Panik besteht deshalb nicht. In den USA wurde der Impfstoff in der Altersgruppe ab 12 Jahre schon Anfang Mai zugelassen. Jetzt mehren sich die Meldungen über Myokarditis-Fälle in Zusammenhang mit den Corona-Impfungen. Rochelle Walensky, die Direktorin des US-amerikanischen Centers for Disease Control (CDC), erklärte in einer aktuellen Stunde des Weißen Hauses, dass über 300 solcher Fälle bekannt seien.

Corona-Impfung aktuell: 300 Myokarditis-Fälle in den USA - 92 in Deutschland

Zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten wurde bislang knapp sieben Millionen Kindern und Jugendlichen zumindest eine Corona-Impfung verabreicht. Die bekannten 300 Fälle von Herzmuskelentzündungen bilden dazu einen verschwindend geringen Teil.

In Deutschland sind die Corona-Impfungen für Jugendliche ab 16 Jahren zugelassen. Und auch hierzulande gibt es Beobachtungen bezüglich des Risikos einer Myokarditis. Das Paul-Ehrlich-Institut registrierte demnach bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis Ende Mai ganze 92 Fälle: 69 bei Biontech/Pfizer, 7 bei Moderna und 14 bei Astrazeneca.

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rut/sba/news.de

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