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Warnung vor Klimakatastrophe: "Worst-Case-Szenario" kaum noch abwendbar! DIESE Maßnahmen können uns retten

Um das 1,5-Grad-Klimaziel noch zu erreichen, sei schnelles und drastisches Handeln notwendig. In einer Studie untersuchten Wissenschaftler:innen 53 Szenarien, mit denen die Erwärmung aufgehalten werden könne. Das Ergebnis: Wir haben nur noch wenig Optionen.

Wie können wir das 1,5-Grad-Klimaschutzziel erreichen? Bild: AdobeStock / jozsitoeroe

Uns rennt die Zeit davon! Wissenschaftler warnen, dass nur noch mit wenigen Szenarien die Menschheit das 1,5-Grad-Klimaschutzziel erreichen könne. Und die haben es in sich: Alle möglichen Szenarien erfordern schnelles und drastisches Handeln bei Energie, Landnutzung und Geoengineering. Die Maßnahmen seien eine Herausforderung.

Klimawandel aktuell: Wissenschaftler warnen vor"Worst-Case-Szenario"

Aktuell befinden wir uns im "Worst-Case-Szenario". Die globale Erwärmung schreitet nahezu ungebremst voran. Jährlich erreichen die Treibhausgaswerte neue Rekordwerte. Halten wir diese Entwicklung nicht auf, könnte die Erwärmung von 1,5 Grad schon 2024 erreicht werden. Dann besteht die Gefahr von Rückkopplungen im Klimasystem der Erde. Dadurch könne sich das Weltklima in einen neuen, heißeren Zustand schaukeln, heißt es bei "Focus Online".

Mit DIESEN Maßnahmen kann das 1,5-Grad-Klimaschutzziel erreicht werden 

Ein Wissenschaftsteam um Lila Warszawski vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat in einer Studie 53 Klimaschutzszenarien untersucht, mit denen laut Weltklimarat IPCC das 1,5-Grad-Klimaziel theoretisch erreichbar wäre. Die Forschenden teilten die Maßnahmen zunächst in fünf "Minderungshebel" ein: 

  • Reduktionen des Energieverbrauchs
  • Senkung der Karbonisierung der Energieproduktion
  • Änderung der Landnutzung zur Stärkung der CO2-Pufferwirkung der Vegetation
  • CO2-Bindung durch Geoengineering-Maßnahmen
  • Senkung von Emissionen von Nicht-CO2-Treibhausgasen

Klimaschutz-Szenarien auf dem Prüfstand! Wissenschaftler untersuchen Machbarkeit der Maßnahmen

Anschließend wurde für jedes Szenario untersucht, welcher "Hebel" in welchem Maße eingesetzt werden müsse, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen und wie realistisch dies sei. Nur 20 der 53 Szenarien seien demnach überhaupt noch realistisch machbar. Die anderen beinhalten nicht umsetzbare Annahmen. 

Eines haben alle machbaren Szenarien gemeinsam: Die jährliche Netto-CO2-Emission muss bis 2030 halbiert werden. Außerdem muss sich die Landnutzung zur Emissionssenke ändern. Dies sei beispielsweise durch Aufforstung oder Wiedervernässung von Mooren möglich. Bis spätestens 2050 sollte die CO2-Neutralität erreicht werden. "Alle Szenarien, die wir als realistisch einschätzen, ziehen zumindest mehrere Hebel in einen herausforderndem Bereich", zitiert "Focus Online" Warszawski. Es reiche nicht nur aus, mit einem maximal möglichen Einsatz von Geoengineering-Maßnahmen CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. 

Die größte Chance sehen die Wissenschaftler:innen in der Senkung des Energieverbrauchs. "Die Reduktion der Emissionen im Energiesektor trägt zu mehr als zwei Dritteln zum gesamten potentiellen Klimaschutz bei", heißt es in der Studie. "Der Energiesektor ist natürlich der Schlüssel zum 1,5-Grad-Ziel, einerseits durch die Reduzierung der Energienachfrage und andererseits durch die Dekarbonisierung der Nutzung und Erzeugung von Energie", sagt Warszawski weiter. "Aber wir können nicht auf die anderen Strategien verzichten.

Zeit für Menschheit läuft ab! Wissenschaftler fordern schnelles Handeln

Doch viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Laut Wissenschaftlern schließe sich das Zeitfenster für die Einhaltung des Klimaziels des Pariser Abkommens schnell. "Nur wenn die Klimaschutz-Hebel in einem Maße eingesetzt werden, die herausfordernd umzusetzen sind, haben wir überhaupt noch Szenarien, die eine faire Chance zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels erlauben", heißt es in der Studie. Von der Menschheit erfordert es enorme Anstrengung. "Die Lage erfordert eine sofortige Beschleunigung der weltweiten Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen mit allen verfügbaren Mitteln", sagt Ko-Autor Tim Lenton von der University of Exeter.

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bua/sig/news.de

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