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Neue Seuche "Q-Fieber" in Spanien: Hoch ansteckende Krankheit versetzt Behörden in Aufruhr

Eine hoch ansteckende Krankheit besorgt derzeit die Behörden in Spanien. Immer mehr Menschen müssen wegen einer Seuche namens Q-Fieber im Krankenhaus behandelt werden. Die Erkrankung wird unter anderem durch Tiere wie Schafe über die Luft auf den Menschen übertragen.

Ein Ausbruch des hoch ansteckenden Q-Fiebers versetzte die Behörden in Spanien in helle Aufruhr. Bild: (Symbolbild) Ulia Koltyrina/AdobeStock

Ein Ausbruch des Q-Fiebers versetzte die Behörden in Spanien in helle Aufruhr. Mehrere Menschen müssen bereits im Krankenhaus behandelt werden. Das spanische Gesundheitsministerium geht davon aus, dass sich die Betroffenen bei einem Besuch in den Baltzola-Höhlen mit der Seuche infiziert haben.

Ausbruch des Q-Fiebers in Spanien

Wie der "Daily Express" auf seinem Online-Portal berichtet, ereignete sich der Ausbruch, nachdem 29 Menschen dieBaltzola-Höhlen in der Biskaia-Provinz (Baskenland) besucht haben. Es wird angenommen, dass der Besuch während der Inkubationsphase der Krankheit stattfand. Die Höhlen wurden bis auf Weiteres geschlossen, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

Zehn Menschen mussten ins Krankenhaus

Von den 29 Infizierten liegen mittlerweile zehn Menschen im Krankenhaus. Das sogenannte Q-Fieber wird durch das BakteriumCoxiella burneti verursacht und wird normalerweise von Tieren auf den Menschen übertragen, meist durch Nutztiere wie Schafe, Ziegen oder Kühe.

Sieben Ziegenherden könnten Seuche verbreitet haben

Das Umweltministerium von Spanien konnte das Bakterium bei sieben Ziegenherden nachweisen, die hinter dem Ausbruch stehen könnten. Die Bakterien, die bei Erkrankten starkes Fieber hervorrufen, überleben auch bei widrigsten Umständen und halten selbst Hitze und Trockenheit stand. Das macht die Erreger so tückisch. Zudem verbreiten sich die Bakterien auch in Wildtieren wie Zecken, die den Erreger auf den Menschen übertragen können.

BakteriumCoxiella burneti ist aerogen: Aerosole lange in der Luft

Was die Situation noch heikler macht: Das Bakterium wird über die Luft übertragen (aerogen) und ist damit hoch ansteckend. Es reicht, wenn sich Menschen nur in der Nähe infizierter Tiere aufhalten, um sich anzustecken. Selbst die Ausscheidungen der Tiere sind über die Luft ansteckend. Außerdem halten sich die Bakterien lange durch Aerosole in der Raumluft - so kam es vermutlich zu den Ansteckungen in den Höhlen. 

Symptome von Q-Fieber: Lungenentzündung, neurologische Beschwerden

Neben hohem Fieber ruft die Erkrankung auch Lungenprobleme bis hin zur Lungenentzündung hervor. Außerdem greift Q-Fieber die Leber, das Herz und das Nervensystem an und kann diesbezüglich zu schweren Symptomen führen. Die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Symptomen (Inkubationszeit) kann laut der Mayo-Klinik zwischen drei und 30 Tagen betragen.

Q-Fieber kann zu Endokarditis führen

Q-Fieber kann zudem chronische Erkrankungen wie Endorkarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) zur Folge haben. Die gute Nachricht: Das Bakterium spricht auf Antibiotika an. Insbesondere mit dem Antibiotikum Doxycyclin konnten Ärzte gute Erfolge erzielen. Die Behandlung dauert zwischen einer und drei Wochen.

Die Seuche ist nicht gänzlich neu, sondern kommt auf der ganzen Welt vor. In Spanien ist sie laut dem "Carlos III Health Institute" bereits endemisch.

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sig/bos/news.de